Kahlschlag, um Unnaer Landstraße zu sichern
13.02.2009 | 06:00 Uhr 2009-02-13T06:00:00+0100
Menden. Da wird vielen Naturliebhabern das Herz bluten: Am Hang der Unnaer Landstraße zwischen der Kreuzung Märkische Straße/Bräukerweg und Haus Slamic müssen Hunderte Bäume gefällt werden. Der Grund: Der Hang soll aufgeschüttet werden, um die bereits abrutschende Fahrbahn zu stabilisieren.
Mit der Fällung soll Ende Februar begonnen werden. Sie wird an drei bis vier Wochenenden stattfinden, die Unnaer Landstraße wird komplett gesperrt.
Michael Neumann, Projektleiter der Hagener Niederlassung von Straßen.NRW, bedauert, dass so viele Bäume weichen müssen. Eine Alternative gebe es aber nicht: „Wir hatten zunächst gehofft, die Straße mit einem Pfahlbau stabilisieren zu können. Aber die geologischen Untersuchungen haben ergeben, dass der Untergrund zu weich dafür ist.” Daher nun der neue Lösungsansatz. Der Hang soll insgesamt aufgeschüttet und somit flacher werden. Dadurch, so Neumann, werde die Fahrbahn auf der Unnaer Landstraße stabilisiert. Noch sei man nicht 100-prozentig sicher, ob man so verfahren werde: „Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß.” Die Baumfällung sei aber auf jeden Fall nötig: „Nur so kann der Hang vermessen werden.”
Da die Hönne direkt am Fuße des Hanges verläuft, muss die Aufschüttung durch eine Stützmauer abgefangen werden. Die soll sich, so Michael Neumann, optisch auf jeden Fall der Umgebung anpassen: „Wenn wir Beton verwenden, dann wird dieser mit naturnahen Stoffen verblendet.” Auch eine mit Gittern gesicherte Steinanhäufung sei vorstellbar. Nach den Bauarbeiten soll der Hang wieder angepflanzt werden.
23:06
Ein neues Opfer des übermäßigen Autoverkehrs:
nach der Verschandelung des für das Stadtbild und stadtkulturgeschichtlich wichtigen Eingangs zum Kapellenberg an der Kapellenstr.durch das neue Parkhaus, der Verwandlung des Villengartens an der Unnaer Str. in einen Parkplatz folgt jetzt das Abholzen und Zuschütten des einzigen halbwegs gleichzeitig natur- und stadtnahen Hönne-Steilufers in Menden.
Als nächstes kommt dann der gigantische Parkplatz entlang der Promenade (Bahnhofsgelände) und schließlich - alles andere übertreffend - die A 46 quer durch Mendens schönste Landschaften.
22:35
Ja, es hat einen Erdrutsch gegeben.
Auch wenn er noch klein war, könnte in nächster Zeit noch mehr folgen. Darum finde ich es Richtig, daß dort Hangsicherung betrieben wird. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie groß das Geschrei ist, wenn wir mal wieder einen Superverregnetes Jahr haben, bei dem der Hang so aufgeweicht wird, daß er zur Hauptverkehrszeit absackt.
Aber brasseur wird auch dann wieder den passenden Kommentar dazu finden...
22:35
Eines der schönsten Stücke der geplanten Hönnetal-Radroute wird jetzt offenbar zielgerichtet entwaldet und damit optisch ruiniert. Das bisschen, was Menden an touristischem Potential hat, wird so verscherbelt wie das sprichwörtliche Tafelsilber.
15:37
Bestimmt... Noch schöner, noch mehr Platz für Graffiti.
Muss befestigt werden, schon klar... Dafür kann man ja dann den Hellwegnagel besser sehen.
08:41
Wird das dann genauso eine tolle Mauer, wie die in der Stadt an der Hönneinsel?