Kaffeefahrt mit ganz neuen Tricks
08.08.2011 | 17:04 Uhr 2011-08-08T17:04:00+0200
Menden.Sie arbeiten mit allen Tricks und Kniffen, um ihre Busse für Verkaufsfahrten voll zu bekommen. Wenn am Freitag in aller Frühe einmal mehr Start in Menden ist, könnten sogar Skeptiker einsteigen. Der Anbieter übt in seinem Anschreiben enormen Druck aus, macht bei Nichtteilnahme sogar Schadensersatz geltend.
Polizei-Wachenleiter Martin Schulte ist „ein solcher Fall für Menden noch nicht untergekommen“. Wörtlich heißt es: „Sollten Sie dennoch an dieser Reise nicht teilnehmen, sind wir nach Bürgerlichem Gesetzbuch berechtigt, für die von uns kostenlos erbrachte Leistung Schadensersatz zu verlangen“. Im Falle einer Mendener Familie von der Platte Heide wären dann 96 Euro fällig.
Nicht nur Martin Schulte staunt angesichts der neuen Version: „Da wird ein erheblicher Druck aufgebaut. Das kann aus meiner Sicht jedoch nicht rechtens sein. Es ist zu prüfen, ob hier nicht bereits eine Nötigung vorliegt.“
Die betroffene heimische Familie hatte die „Reisebestätigung“ samt Hinweis auf Gewinnausschüttung für sogleich vier Personen unaufgefordert in der Post vorgefunden. Sie hat sich nicht weichklopfen lassen und will es auch nicht. Gleichwohl stellte sie die Unterlagen der WP zur Verfügung, damit vor der neuen Masche gewarnt werden kann.
Eine weitere Passage aus dem Anschreiben baut auf psychologischer Ebene Druck auf: „Sie haben sich zu dieser Tagesfahrt angemeldet. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, an dieser Fahrt nicht teilzunehmen. (...) Es steht einem schönen und erholsamen Urlaubstag nichts im Wege.“ Fragt sich nur, für wen es ein schöner Tag wird...
08:16
Nur noch mal um es für ALLE klarzustellen:
Die angeschriebenen Peronen haben sich NICHT bei einen Veranstalter angemeldet!
Zitat aus dem Artikel:
Die betroffene heimische Familie hatte die „Reisebestätigung“ samt Hinweis auf Gewinnausschüttung für sogleich vier Personen unaufgefordert in der Post vorgefunden.
15:14
@10
Die Adressen gibt es an jeder Ecke, richtig.
Es geht aber darum das die Gewinner sich zur Fahrt angemeldet haben, also auf Werbung geantwortet haben vor denen schon seit Jahrzehnten Land auf und ab gewarnt wird.
13:27
Zusatz:
Das Land Berlin nimmt JEDES JAHR über
3 Millionen Euro durch Adressenhandel ein!
Nachzulesen hier :
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-verdient-am-adressenhandel/1950764.html
13:19
@ #9 ;binvonhier :
Dem muß nicht so sein!
Adressen werden gekauft! Bei wahrscheinlich jedem Einwohnermeldeamt (sofern kein Zwischenhandel dazwischengeschaltet ist! )kannst du Adressen kaufen, die bestimmten Kriterien entsprechen!
So z.B.
Männer;
Alter zwischen 25 und 40;
Nicht verheiratet;
Was glaubst du, wieviele Adressen man bei diesen Kriterien bekommt!
Nur eine Frage des Preises!
Schau mal auf die Seite von Cebus.ch oder hoppenstedt-adressen.de!
12:30
@1 2
Angesichts dessen das die Hauptgewinne in 100.000 Briefkästen landen und der Busfahrer möglicherweise wissen muß wo und wie viele Fahrgäste er befördern soll gibt es Anmeldungen. Anmeldungen die von jenen Hauptgewinnern Ausgefüllt und Unterschrieben die jetzt auf die Tränendrüse drücken, jene die scheinbar seit Jahrzehnten in keine Zeitung oder TV geschaut haben.
12:11
Dann halte uns hier bitte mal auf dem laufenden!
Denn nur mit geplatzten Fahrten werden diese Veranstalter damit aufhören!
10:59
zu #6: Wird gemacht!
10:26
Wie steht schon in dem Artikel:
Zitat: .Polizei-Wachenleiter Martin Schulte ..... :....Es ist zu prüfen, ob hier nicht bereits eine Nötigung vorliegt.“
Ist denn hier bei den Kommentaren nicht jemand, der sich zufälig damit auskennt (Rechtsanwalt o.ä. ) und Lust hat, da mal tätig zu werden?
09:58
Diese Banden werden immer dreister. Klagen werden die sicherlich nicht. Aber der ein oder andere wird doch einsteigen obwohl er gar nicht will.
Wieso wird hier nicht von Amts wegen ermittelt. Hier wird doch klar gegen das Wettbewerbsrecht verstossen.
09:35
@ #1 gambler1
Ihr Hinweis auf die fehlenden Beweise für eine Anmeldung führt nach meinem Empfinden etwas in die Irre. Die ganze Masche zielt doch gar nicht darauf ab, Schadensersatzforderungen durchzusetzen. Deshalb ist auch Ihre Frage nach den Beweisen für eine Anmeldung ziemlich müßig.
Es geht doch schlicht und einfach darum, durch die bloße Androhung von Schadensersatzforderungen Druck auszuüben und Leute dazu zu bewegen, eine Leistung in Anspruch zu nehmen, die sie eigentlich nicht wünschen. Sobald die Opfer unterschreiben bzw. teilnehmen, hat die Schadensersatzdrohung ihren Zweck erfüllt, weil sie Kunden herbeigeschafft hat, die sonst nicht teilgenommen hätten. Praktischerweise kehrt sich in dem Augenblick die Beweispflicht um: der Teilnehmer müsste anschließend den Nachweis erbringen, dass er nicht freiwillig teilgenommen hat, sondern dass er sich aufgrund von Druck/Androhungen genötigt sah teilzunehmen. Ziemlich verschlagen das Ganze!