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Zeit der Entscheidungen steht an

04.03.2016 | 09:30 Uhr
Zeit der Entscheidungen steht an
Investition in die eigene Zukunft: Mit einem Studienabschluss stehen einem viele Türen offen. Natürlich fängt das Geldverdienen erst später an.Foto: Waltraud Grubitzsch

Menden.   Für die künftigen Abiturienten gibt es viele Wege, in das Berufsleben zu starten. Ein kleiner Überblick über die gängigsten Praktiken.

Für viele junge Menschen steht nun das Abitur an. Spätestens jetzt sollte man sich Gedanken um die Zeit nach der Schule machen, da es nur noch fünf Wochen bis zu den Abschlussprüfungen sind.

Die nachfolgende Zeit ist wegweisend für die Zukunft und das spätere Leben, da in der anstehenden Ausbildung, oder im Studium die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Es steht eine wichtige Entscheidung an: lieber eine Ausbildung? Studieren? Oder ein Jahr reisen? Die Frage nach dem richtigen Weg stellt sich vielen und da jede Möglichkeit sowohl Sonnen- als auch Schattenseiten hat, liegt nah, dass sich viele Abiturienten nicht mit der Entscheidung leicht tun.

Studium

Eine Option für viele ist mit Sicherheit ein Studium. An einer Universität kann man sich Wissen zu einem fachspezifischen Thema aneignen, ohne sich (zumindest ist dies bei einigen Studiengängen der Fall) gleich auf einen bestimmten Beruf spezialisieren zu müssen.

Ein Hochschulabschluss liest sich sehr gut im Lebenslauf, weshalb man nach der Zeit an der Universität zumindest in den meisten Branchen mit einem relativ guten Abschluss viele Möglichkeiten hat.

Ein Nachteil am Studium ist jedoch, dass es sehr teuer wird. Entweder braucht man finanzielle Unterstützung, oder einen Nebenjob, der neben dem Unterricht an der Uni sehr kraft- und zeitaufwendig ist.

Außerdem kommt es oft vor, dass Studiengänge abgebrochen werden, weil die Schüler nicht mit der Intensität klarkommen oder sie sich einfach etwas anderes von ihrem Universitätsaufenthalt erhofft haben.

Viele denken, das Universitätsleben wäre so, wie in vielen Hollywood-Filmen vorgelebt: Die Leute feiern in ihren Wohngemeinschaften, sie sind jung und haben die Welt zu Füßen liegen.

Viele Studiengänge haben außerdem einen hohen Numerus Clausus, weshalb es für Schüler mit schlechten Zeugnissen schwer wird, sich für ihren Wunschstudiengang einzuschreiben. Falls man doch Glück hat, könnte es sein, dass der begehrte Platz an einem weit entfernten Ort liegt, weshalb man umziehen muss. Deswegen sollte man sicher sein einen Studiengang für sich gefunden zu haben, der den eigenen Interessen entspricht. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Studium auch sehr stressig sein kann.

Ausbildung

Eine ganz andere Option ist eine Ausbildung zu absolvieren. Der Vorteil einer Ausbildung liegt daran, dass man viel früher Geld verdient. Somit ist es möglich, sich ein finanzielles Polster zu verschaffen, ehe man sich eventuell noch anschließend an ein Studium wagt.

In einer Ausbildung lernt man das Berufsleben nicht nur in der Theorie im Berufsschulunterricht, sondern auch in der Praxis kennen, weshalb die Zeit durchaus lehrreich ist. Viele Betriebe investieren für den Fall, dass der Auszubildende sie überzeugt, anschließend weiter in die Fortbildung des Arbeitnehmers, um ihn an das Unternehmen zu binden.

Jedoch ist es mittlerweile sehr spät, um sich zu bewerben, weshalb sehr viele Betriebe keine Auszubildenden mehr suchen und es schwer wird, noch einen Platz zu finden.

Es besteht auch die Möglichkeit, Ausbildung und Studium in einem dualen Studium zu kombinieren, jedoch werden dafür von den Betrieben sehr gute Zeugnisse vorausgesetzt. Außerdem ist die Bewerbersaison im März schon vorüber und die Kombination aus Studium und Ausbildung im Betrieb ist sehr stressig und belastend, auch wenn sie sehr facettenreich ist.

Die Welt kennenlernen

Wer sich nicht zwischen Ausbildung und Studium entscheiden kann, kann das Jahr mit einem Jahr im Ausland überbrücken.

Durch „Travel and Work“ bietet sich die Möglichkeit, die Welt und neue Kulturen kennenzulernen. Fernab vom gewohnten Umfeld und der Familie erlangt man während der Zeit im Ausland ein hohes Maß an Selbstständigkeit und lernt sich selbst und seine Grenzen besser einzuschätzen, was für die Berufswahl sehr wichtig sein kann.

Allerdings wird von vielen unterschätzt, dass „Travel und Work“ auch Arbeit bedeutet und man eben nicht nur reisen kann. Außerdem ist ein Jahr ohne Familie und Freunde sehr lang, weshalb es eine schwere Zeit sein kann.

Arbeit oder Soziales Jahr

Eine weitere Möglichkeit ist, ein Jahr lang arbeiten zu gehen. Entweder man macht ein „FSJ“ (freiwilliges soziales Jahr), den „BFD“ (Bundesfreiwilligendienst), oder arbeitet einfach in einem Betrieb, um sich etwas Geld zu verdienen.

Diese Möglichkeiten haben den Vorteil, dass man genug Zeit hat, intensiver und ohne Abi-Stress über seine Zukunft zu entscheiden.

Außerdem lesen sich ein anerkanntes FSJ und der BFD sehr gut im Lebenslauf für spätere Arbeitgeber.

Michael Lage

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2016-03-04 09:30
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