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Glosse

Valentin und die Liebe

12.02.2010 | 12:00 Uhr

Rote Herzchen, wunderschöne Rosen, rosafarbene Kärtchen, die liebliche Melodien versprühen, sobald man sie öffnet, und herzförmige Pralinenschachteln sind die Vorboten des Valentinstags am Sonntag.

Jana Hofmann. Foto: Martina Dinslage

Der Tag der Liebe gründet sich auf einen seit mehreren hundert Jahren toten Priester, der im Namen der Liebe hingerichtet wurde: Er traute verbotenerweise Verliebte und schenkte ihnen Blumen. Eigentlich ist das eine schöne Liebesgeschichte: Ein Mann setzt sich für die Liebe ein, auch wenn dies gegen geltendes Recht verstößt. Er stirbt dafür, doch die Liebe überdauert. Romantisch.

Und was ist aus dem Tag des heiligen Valentin geworden? Ein kitschiges, kommerzielles Datum, an dem nicht an die Liebe gedacht wird, es nur ums Verkaufen geht. Ob einmal im Jahr ein rosa Kärtchen mit der Aufschrift „Ich liebe dich” genügt, um tiefe Gefühle auszudrücken? Selbst wer sich bewusst ist, dass es am Tag der Liebe um Gefühle und nicht um Geschenke geht, beteiligt sich eifrig am Geschenkewettkauf. Wer hat die meisten Geschenke gekriegt?

Ich boykottiere diesen Kommerz und verschenke stattdessen etwas, was nichts kostet, aber unbezahlbar ist...

Jana Hofmann

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