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Trampolin-Sport

Mehr als nur Herumhüpfen

05.10.2011 | 17:01 Uhr
Mehr als nur Herumhüpfen
Trampolin

Menden. Jeder kennt diese großen runden Trampoline, die einen Riesenplatz einnehmen, und auf denen man riesig viel Spaß haben kann. Auch wir haben eins dieser Geräte im Garten stehen. Nachdem meine Geschwister und ich begannen, undefinierbare Sprünge zu üben, wollten unsere Eltern uns überraschen und fuhren mit uns zum Trampolintraining des SV Menden.

Wir meldeten uns begeistert an und zunächst hatten wir erst einmal einige Wochen Training vor der Nase, bevor wir auf die ersten Wettkämpfe gehen konnten. Beim Trampolin springen geht es nämlich nicht darum, wer am höchsten oder am weitesten springt, sondern darum, vorgeschriebene Übungen mit zehn Sprüngen möglichst korrekt und in der richtigen Reihenfolge auszuführen.

Wenn von Fußballtraining oder Schwimmtraining die Rede ist, weiß jeder zumindest grob, wie so ein Training abläuft. Beim Trampolin hingegen weiß kaum jemand, was genau man eigentlich macht oder was für Fähigkeiten man benötigt. Was braucht man also im Allgemeinen zum Trampolin turnen?

Zuerst werden die Trampolingeräte aufgebaut und mit Matten gesichert. Danach beginnt die Gymnastik, nach dem Warmlaufen folgen Kräftigungsübungen, die für die benötigte Körperspannung sorgen. Die Beweglichkeit wird durch Dehnen verbessert und auch die Motorik geschult. Die meisten Grundsprünge sind Übungen, die einige vielleicht schon aus dem Sportunterricht kennen, zum Beispiel „Hocke“ oder „Grätsche“.

Als Pflicht sucht man sich je nach Können und Alter eine der vorgegebenen Übungen aus, die dann erarbeitet wird. Auf den Wettkämpfen wird diese dann zuerst geturnt.

Anschließend kommt die erste Kürübung die auch aus zehn verschiedenen Sprüngen besteht und entweder aus den Pflichtübungen übernommen oder selbst zusammengestellt werden kann und die je nach Schwierigkeitsgrad variiert. Dabei sollte man sich aber mit dem Trainer absprechen, welcher einem noch einige Tipps geben kann. Denn das Zählen der Sprünge ist nicht ganz einfach, da nicht jeder „Sprung“ als ein Sprung gewertet wird, sondern jede Landung als ein Sprung zählt. Neben der Sauberkeit bei der Ausführung ist die Schwierigkeit der einzelnen Sprünge entscheidend. Je schwieriger der Sprung, desto mehr Punkte bekommt man dafür.

Bewertet werden die Übungen von fünf Haltungs- und einem Schwierigkeitskampfrichter. Aus der Pflicht- und der ersten Kürübung ergibt sich die Vorkampfnote. Die besten Zehn der sich daraus ergebenden Rangliste kommen weiter in das Finale, in dem sich alle Plätze noch einmal mischen können. Hier wird noch einmal eine Kür gesprungen.

Altersklassen

Die Turner werden eingeteilt in Altersklassen, so dass es in jeder Altersklasse einen Sieger gibt. Wenn das Finale vorbei ist, findet die lang ersehnte Siegerehrung statt, das Aufregendste eines ganzen Wettkampftages. Ob es Pokale, Medaillen oder Urkunden gibt, ist bei jedem Wettkampf unterschiedlich, was für zusätzliche Spannung sorgt.

Für die Wettkämpfe stellt der Verein entsprechende Gymnastikanzüge und alle, die auf höheren Wettkämpfen turnen, bekommen eigene Trainingsanzüge. Was der ein oder der andere gerne mal vergisst, sind die weißen Socken, die vorgeschrieben sind.

Zum Training sind die Farben der Socken egal, auch Turnschläppchen sind erlaubt. Was nicht erlaubt ist, sind Turnschuhe, denn auf dem weichen Netz kann man leicht umknicken und sich verletzen, vor allem geht das Tuch des Trampolins kaputt.

Wer schon einmal auf einem Trampolin im Garten gesprungen ist, wird sicherlich wissen, dass es sich in lockeren Sportsachen am Besten springen lässt. Da beim Training auch mal auf den Knien gelandet wird, bevorzugen die meisten lange Hosen. Um im Verein Trampolin turnen zu können, benötigt man einige Zeit in der Woche für die Trainings sowie an den Wochenenden für die Wettkämpfe. Diese finden aber nur alle paar Wochen bzw. Monate statt. Was man beim Trampolinturnen gar nicht gebrauchen kann, ist Höhenangst und man braucht eine gute Koordination.

Alina Schürhoff

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