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DJ Lukas Weber (17)

14.11.2011 | 16:09 Uhr
DJ Lukas Weber (17)
Lukas Weber. Foto: Tobias Schad

Bösperde.Das Hobby zum Beruf machen – wie oft hört man das! Für den 17 Jahre alten Lukas Weber aus Menden ist das gar nicht mal ein so abwegiger Gedanke. Der Mendener ist DJ und legt seit über einem Jahr regelmäßig auf Partys auf. Musik habe schon immer eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt, sagt er. Am besten findet Lukas an seinem Hobby, andere mit seiner Musik zum Tanzen zu animieren. Als DJ weiß er die Vielfältigkeit von elektronischer Musik zu schätzen. Nicht bei jeder basslastigen Musik handele es sich sofort um Techno, stellt der Walramschüler klar.

Wie alles begann… Am Anfang hab ich auf kleineren Geburtstagen mit einfachem Equipment Musik laufen lassen. Mir war relativ schnell klar, dass ich das ausbauen möchte. Ich habe mir zum „Reinschnuppern“ dann relativ günstiges Equipment zugelegt, was ich inzwischen schon zum großen Teil wieder weiterverkauft und durch ein professionelleres ersetzt habe. Mittlerweile lege ich durchschnittlich alle zwei Wochen einmal auf, je nach Nachfrage auch mal öfter.

Was ich beim DJing mache… Hauptsächlich mache ich Musik auf Partys. Dabei muss ich die passende Musik für die passende Stimmung finden. Die passende Mischung für jeden zu finden, gestaltet sich gar nicht immer so leicht. Auch zu Hause im „Homestudio“ lege ich oft mal Musik auf, um neue Tracks besser kennenzulernen. Manchmal nehme ich auch Mixtapes auf. Natürlich kommt auch der Spaßfaktor nie zu kurz.

Was mir am DJing besonders gefällt… Am tollsten ist es zu sehen, wie die Leute auf einer Party zu meiner Musik tanzen. Man hat die Party und ihren Verlauf in der Hand und kann wesentlich zum Höhepunkt der Stimmung beitragen. Auch kann man manche Leute von seinem eigenen Musikgeschmack überzeugen. Außerdem hat Musik schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt, und ich spiele schon seit mehreren Jahren Gitarre und Schlagzeug.

Welche Vorurteile es gibt… Der DJ- und Raver-Szene wird oft Drogenkonsum nachgesagt. Ich kann dazu nur sagen, dass der Job als DJ einiges an Konzentration erfordert und „zugedröhnt“ mit Sicherheit nicht mehr alles so gut klappen würde. Dann noch was zur Pauschalisierung von elektronischer Musik: Jegliche Musik wird in einen Topf geworfen und meistens einfach als Techno bezeichnet, wobei es so viele verschiedene Musikrichtungen gibt.

Was man zum DJing braucht… Zuerst braucht man eine gut sortierte Musik-Mediathek. Dann muss man als nächstes entscheiden, ob man mit CDs, Platten oder einem PC auflegen möchte. Ich persönlich habe mich für eine Verbindung aus Plattenspieler und PC entschieden, weil meiner Meinung nach das klassische „Feeling“ der Schallplatte nicht verloren gehen darf. Insgesamt kann man sagen, dass DJing ein teures Hobby ist, weil auf der einen Seite die Kosten für das Equipment stehen und auf der anderen Seite immer in neue Musik investiert werden muss.

Was ich sonst so mache… Ich spiele auch noch Handball, treffe mich gerne mit Freunden und gehe gerne auf Partys, wenn ich nicht gerade selber auflege. Zurzeit gehe ich auf das Walram-Gymnasium in die 12. Klasse und möchte mein Hobby am liebsten später zum Beruf machen, was sich wahrscheinlich aber eher schwierig gestalten wird. Auf jeden Fall möchte ich was in Richtung Musik machen.

Moritz Litterst und Tobias Schad

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