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Altes Zeug unter die Leute gebracht

22.01.2016 | 15:00 Uhr
Altes Zeug unter die Leute gebracht
Win-win-Situation: Man wird nicht nur altes Zeug los, es landet auch bei jemandem, der sich darüber freut.Foto: Olaf Fuhrmann

Menden.   Vier verschiedene Möglichkeiten, vier verschiedene Ergebnisse: Junge-WP-Reporter, bringen Gebrauchtes unter die Leute.

Was man alles nicht mehr braucht, kann entweder gehortet werden. Oder aber man wird es los. Junge WP-Reporter haben vier verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, altes Zeug unter die Leute zu bringen. Dabei unterscheiden sich die Optionen vor allem in Aufwand, Ertrag und Erfolg.

Kurzerhand eingestellt

Per Flohmarkt-App Dinge zu verkaufen ist einfach einfach – man kann schnell Fotos schießen und auch schnell alles einstellen. Ich benutze die Flohmarkt-App „Shpock“. Kleinigkeiten, die ich beim Ausmisten vor meinem Umzug noch gefunden habe, wurden kurzerhand eingestellt und verkauft.

Zwar werden zuerst die Einträge angezeigt, die am nächsten von seinem aktuellen Standort entfernt sind, allerdings ist das in einem kleineren Ort wie Menden nicht sonderlich viel. Deshalb musste ich für das Bett, das ich kaufen wollte trotzdem relativ weit fahren. Das Geld, das ich beim Bett gespart habe, ist vermutlich in den Tank des Autos geflossen.

Außerdem muss man sich um seine eingestellten Artikel kümmern und immer wieder nachsehen, ob man Nachrichten von potenziellen Käufern bekommen hat (finde ich eher störend und zeitaufwendig). Außerdem wichtig: Alles, was man dort kaufen möchte unbedingt erst mit dem Neupreis (zum Beispiel auf Amazon) vergleichen! Leider ist es mir schon passiert, dass ich einen defekten Artikel erhalten habe (per Post) und ich somit auf den Kosten sitzen geblieben bin. Man sollte also auf jeden Fall immer gut aufpassen. Ob man mit dieser App hier in der Umgebung erfolgreich ist, halte ich eher für fraglich. Lisa Nückel

Wenig Erfolg bei Facebook

Da ja heutzutage beinahe alles über Facebook läuft, wollte ich auch einen Verkauf-Versuch von meinen alten Comics darüber starten. In einer passenden Verkaufsgruppe schien das ganz einfach zu gehen. Unzählige erfolgreich abgeschlossene Verkäufe überzeugten mich eigentlich davon, dass auch meiner schnell funktionieren würde. Ein paar Fotos von den Comics und eine ausführliche Beschreibung und meine Anzeige war auch schon in der Gruppe gepostet.

Diese Idee kam mir vor mehreren Monaten und ich warte immer noch vergeblich auf Erfolg. Da sieht man, dass Facebook nicht für alles geeignet ist. Der Aufwand ist zwar wirklich gering, da man schnell mit dem Handy ein Foto machen kann und von dort auch direkt auf Facebook postet, aber der Erfolg ist nicht unbedingt gegeben. Der Vorteil ist bei Facebook natürlich, dass für es für jedes Teil die richtige Facebook-Gruppe gibt.

Sara Hirschmüller

Umständlich aber spaßig

Jenseits der elektronischen Medien kann man seinen alten Kram auch immer noch auf dem Flohmarkt loswerden. Das ist nur selten kostenlos, in der Regel zahlt man als Verkäufer Standgebühr pro Meter. Dann muss man noch die Anfahrt mitberechnen.

Hier ist ein Auto definitiv die beste Möglichkeit, denn gleich mehrere Kisten voller Kleidung und alten Spielsachen sind mit Bus oder Bahn nur sehr schwer zu transportieren. Auch der Zeitaufwand beim Packen, Auf- und Abbauen und Stehen am Stand ist immens und muss berücksichtigt werden.

Die größten Erfolgsaussichten bieten spezialisierte Trödelmärkte, zum Beispiel für Secondhand-Mode oder Antiquitäten. Als Verkäufer solltet ihr eure Preise nicht zu hoch ansetzen. Zwar gehört das Handeln auf dem Trödel dazu, aber zu hohe Preise schrecken Käufer ab und können letztendlich dazu führen, dass ihr euer Zeug wieder mit nach Hause schleppt. Auch wichtig ist, den Stand nicht zu überladen und die Sachen ansprechend zu präsentieren. Mit etwas Glück werdet ihr aber auf dem Flohmarkt schnell viele alte Sachen los. Und zwischendurch bleibt Zeit, selbst noch etwas zu stöbern.

Fazit: Sehr umständlich und zeitaufwendig, unsichere Erfolgsaussicht, macht aber Spaß.

Mona Dierkes

Gute Seele

Wer seine Kleidung loswerden möchte und anstatt Geld zu verdienen, Gutes tun möchte, kann seine Klamotten auch spenden.

Einen sogenannten „Caritas Kleiderladen“ findet man in Menden am Hofeskamp. Hier bekommen Bedürftige gegen Vorlage eines Ausweises Kleidung für sehr geringes Geld. Kleiderspenden sind dort natürlich sehr gerne gesehen. Eine karitative Einkaufsmöglichkeit für Kleidung für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren befindet sich in Menden in der Pastoratstraße. Im Kinderladen „Ringelsocke“ können Eltern mit Geldproblemen, ebenfalls gegen Vorlage ihres Ausweises, Kleidung für ihre Kleinsten kaufen.

An der Kluse befindet sich der Kleiderladen des DRK. Dieser ist jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat zwischen 14 und 16 Uhr geöffnet. Gebrauchte Kleidung kann dort in Säcken abgegeben werden. Von überregionalen Kleiderspenden, beispielsweise nach Afrika, sollte abgesehen werden.

Der Versand nach Afrika ist sehr teuer, außerdem ist es fraglich, wie viel überhaupt bei Bedürftigen ankommt. Außerdem tritt die gespendete Kleidung mit der einheimischen Produktion in Konkurrenz, was zu Verlusten von Arbeitsplätzen führen könnte. Michael Lage

Lisa Nückel, Sara Hirschmüller, Mona Dierkes und Michael Lage

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2016-01-22 15:00
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