„JuleA“ hat Sekundarschulen im Blick

Arnsberg..  Mit einem neuen Leitungsteam möchte das generationenübergreifende Arnsberger Projekt „JuleA“ (Jung lehrt Alt) „am Puls der Zeit bleiben“ und so den Weg in die Zukunft weisen. Nach dem Ausscheiden von Projektgründer Wolfgang Rochna und Ingrid Schmidt kümmern sich nun gemeinsam die Neheimerinnen Charlotte Kätsch (68) und Heidrun Techtmeier (68) sowie der Oeventroper Jens Festersen (66) um die Fortsetzung des Erfolgsmodells.

Anerkannte Zertifikate für Schüler

Die drei Senior-Trainer müssen sich auf neue Gegebenheiten der Arnsberger Bildungslandschaft und auch auf sich ändernde Bedarfe von Senioren einstellen. Hier in der Region läuft das Projekt „JuleA“ seit dem Jahr 2008 an den vier Realschulstandorten in Hüsten, Arnsberg/Eichholz, Neheim und Sundern. Seit 2012 sind auch sechs weitere Standorte im Hochsauerlandkreis hinzukommen. Das Prinzip überall: Schülerinnen und Schüler schlüpfen in den Projektphasen zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien in die Rolle des Lehrers und unterrichten Senioren mindestens acht Stunden und einmal wöchentlich in Themen wie dem Umgang mit Handy, Smarthphone, PC oder Tablet oder der Anwendung von Alltagsenglisch. Anschließend erhalten die Schüler/-innen ein vom Land NRW anerkanntes Zertifikat, das auch Bewerbungen beigelegt werden kann.

Die Realschulen in Neheim und Arnsberg laufen nach und nach aus, an ihre Stelle rücken perspektivisch die Sekundarschulen in Neheim und Arnsberg. Noch können die 9./10. Klässler aller Realschulen teilnehmen. „Da wird es aber wahrscheinlich einen nahtlosen Übergang geben“, so Charlotte Kätsch. Sobald die Sekundarschüler der Stadt in die Stufe 9 kommen, können auch sie bei „JuleA“ mitmachen. „Wir haben die Fühler zu den Sekundarschulen schon ausgestreckt“, sagt Jens Festersen. Seit 2014 ist er Senior-Trainer, das „JuleA“ ist nun sein erstes Projekt.

Immer auf den Prüfstand gestellt werden müssen auch die „JuleA“-Angebote. Wechselnde Techniken wecken auch wechselnde Ansprüche. „Da müssen wir am Puls der Zeit bleiben“, sagt Jens Festersen. Nicht gerüttelt werden soll aber am Grundprinzip, dass jeweils ein Senior direkt im 1:1-Unterricht von einem Schüler begleitet wird. „Diese Lernpaare sind das Herzstück des Projekts“, sagt Charlotte Kätsch. Hier könne sich niemand blamieren. „Auch das ist ein Reiz“, so die Projektleiter.