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Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete

23.04.2010 | 09:30 Uhr

Menden. Auch ein Vorzeigeprojekt, an dem gleich drei heimische Schulen beteiligt sind, bekommt keinen Sonderstatus. Die Josefschule Menden wird für zwei öffentliche Schulkultur-Aufführungen der großen Musical-Revue fast 1000 Euro Miete für die Wilhelmshöhe zahlen müssen.

Die Wut im Kollegium und in der Elternschaft ist groß. Seit gut sieben Monaten engagieren sich 18 Mädchen weit, weit über den Unterricht hinaus, um eine Produktion in diesen Dimensionen abliefern zu können. Erst am vergangenen Wochenende hatten die Schülerinnen einmal mehr ein Workshop-Wochenende eingelegt

„Das ist doch ein wichtiges Stück Schulkultur für die Stadt. Warum werden wir dafür noch geschröpft?”, hieß es gegenüber der Westfalenpost.

Klaus Schulte, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs Wilhelmshöhe, weiß um die Probleme: „Wenn ich würde helfen können, würde ich das ganz bestimmt tun. Aber mir sind ganz klar die Hände gebunden.”

Rechtlich bringt der Eigenbetrieb einige Besonderheiten mit sich, die in Einzelfällen immer mal wieder zu Härten führen. Schulte: „Es ist über Jahre hinweg auch seitens der Politik überlegt und beraten worden. Doch macht man eine Ausnahme, werden viele weitere folgen.”

Der Eigenbetrieb Wilhelmshöhe darf keineswegs auf etwaige Gewinne durch Vermietungen der Wilhelmshöhe verzichten. Schulte: „Dann wird sofort das Finanzamt auf den Plan gerufen, und wir haben ein großes Problem.”

Seitens der Josefschule müssen die Verantwortlichen nun sehen, wie der Finanzrahmen überhaupt gehalten werden kann. Schließlich war die Revue zu keinem Zeitpunkt als Profit-Veranstaltung angelegt. Die Kosten sind hoch, obwohl es jede Menge Hilfe gibt. So wirken als Partner das Berufskolleg (Bühnen-Kostüme) und der HGG-Jazzchor mit. Karin Sommer sorgt mit dem Know-how ihres Salon-Teams für das Styling der Mädchen. Alles ohne jegliches Honorar.

Möglicherweise muss sogar noch einmal der so rührige Förderverein der Josefschule einspringen. Doch der hatte bereits im März viel Geld ausgegeben, als ein großer Spiegel für die Schulaula angeschafft wurde. Auch das eine Voraussetzung, um effizienter mit den Mädchen an den Tänzen und Choreographien arbeiten zu können.

Heinz-Jürgen Czerwinski

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Kommentare
25.04.2010
11:37
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von SozialesGewissen | #16

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25.04.2010
11:36
Blockierter Kommentar.
von SozialesGewissen | #15

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24.04.2010
04:42
Josefschule zahlt für revue 1000 Euro Miete
von AusderFerne | #14

SG was hat joggen mit der Miete für die Wilhelmshöhe zu tun? Schon leicht verkalkt? Dieser Kommentar ist wie alle aus dieser Feder völlig am Thema vorbei.

23.04.2010
22:00
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von FragenüberFragen | #13

Ist das taz denn eigentlich NUR für Herrn Fleige mit seinen dilettantischen Inszenierungen vorgesehen? Bezahlen er und sein Gefolge eigentlich auch so hohe Mieten? Warum wird den Bürgern der Zutritt für Aufführungen im taz und auf der Wilhelmshöhe so schwer gemacht - haben sie nicht das Recht, diese Räume, die durch städtische Mittel gebaut und unterhalten werden auch zu nutzen? Warum verweigerte man dem HGG mit dem hervorragenden Literaturkurs durch Herrn L. eine Aufführung im taz? Warum fördert man nicht die Talente der Kinder und hebt sich ab von dem Einheitsbrei? ? ?

23.04.2010
21:52
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von Larissa Börger | #12

Und eben weil es nur Peanuts sind ist es umso weniger zu verstehen, warum es die Stadt nicht leisten kann.

Dieses Projekt verdient größten Respekt! Für die Kinder sicherlich ein einzigartiges Erlebnis!

23.04.2010
21:45
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von Taffy11 | #11

Das ist Abzocke der übelsten Art. Schon seit Jahren beschäftigen auch die Veranstalter Leute, die nichts anderes tun als Zeitungen abzuleuchten nach Schulveranstaltungen, in denen Musicals aufgeführt oder zitiert werden. Und dann schlägt man über die Urheberrechte zu.
Mittlerweile tendiert die Zahl der engagierten Pädagogen gegen Null, die noch bereit sind, ein solches Risiko einzugehen. Dasselbe gilt für die Motivationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern.
Ein hämischer Verweis auf die LGS führt hier auch nicht weiter. Die Ehrenamtler erhalten dort keineswegs freien Zutritt, es sei denn, am Tag ihres Einsatzes.

23.04.2010
19:30
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von Soziales Gewissen | #10

Hmmm: 1000 Euro durch 18 Revuedarstellerinnen plus je zwei Elternteile plus ne Menge Lehrer ergibt = Peanuts.

Jedes Hobby kostet halt Geld. Wenn ich joggen gehe, muss ich auch die Schuhe und Kleidung bezahlen.

23.04.2010
19:10
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von ehemaliger_hgg | #9

Ist ja wohl nicht das erste Mal, dass Schulen keine Räume erhalten. Das HGG Herr L.!!!! wollte mit uns auch mal auf ins taz. Haben sie ihm wohl verweigert. Warum wohl?

23.04.2010
18:56
Josefschule zahlt für Revue 1000 Euro Miete
von menden1976 | #8

Am besten gehen die Schüler nach Hemer zur Landesgartenschau. Dort bekommen alle ehrenamtlichen eine tolle Bühne ohne Kosten. Schade für Menden, dass mal wieder am falschen Platz gespart wird, nämlich am Engagement von Kindern.

23.04.2010
13:12
Josefschule zahlt für revue 1000 Euro Miete
von Hans guck in die Luft | #7

Sammelt Geld dafür!

So kurz vor derf Wahl finden sich garantiert noch mehr Euro aus dem Wahlkampfsäckle. 100€ hat die Linke ja schonmal hier ausgesprochen!
Ist zwar Wahrwerbung auf unterem Niveau aber das Engagament ist hoch anzuerkennen. ;

Greetz

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