Erste Qualitätsanalyse an...
Josefschule Lendringsen auf Herz und Nieren geprüft
30.05.2009 | 12:00 Uhr 2009-05-30T12:00:00+0200
Lendringsen. Für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen ist seit 2006 eine so genannte Qualitätsanalyse verpflichtend. Die Josefschule Lendringsen hat in Menden jetzt als erste das Verfahren durchlaufen, das künftig im Abstand von jeweils sechs Jahren wiederholt werden soll.
„Wie eine Unternehmensberatung”, beschreibt Awerd Riemenschneider das aufwändige Procedere. Mit dem Ergebnis des Abschlussberichtes ist der Leiter der Josefschule sehr zufrieden: „Besonders im Bereich Unterricht, der ja unsere Kernaufgabe ist, haben wir sehr gut abgeschnitten.” An Kollegen der anderen Mendener Schulen hat er seine Erfahrungen in der Schulleiterkonferenz bereits weitergegeben. „Ein ganz faires Verfahren”, resümiert Riemenschneider. Der Qualitätsbericht benennt Stärken und Schwächen und soll als Leitfaden dienen für die weitere Entwicklung der Schule.
Qualitätsprüfer zwei Tage lang vor Ort
Ein wenig Bauchgrimmen hatte der Schulleiter aber doch, als ihn Anfang des Jahres der Anruf erreichte, dass die Josefschule als erste Mendener Einrichtung von der Schulaufsicht Märkischer Kreis ausgewählt worden war. Zunächst musste eine Mappe, das Schulportfolio, zusammengestellt werden mit etlichen Unterlagen (u.a. Schulprogramm, Konzepte zu Schwerpunkten) und auszufüllenden Formularen. So erhalten die Qualitätsprüfer einen ersten Eindruck, bevor sie sich persönlich vor Ort umschauen. Im März folgte der zweitägige Schulbesuch. Neben den Unterrichtsbesuchen (20 Minuten in jeder Klasse) wurden Eltern und Schüler interviewt, Sekretärin und Hausmeister, Betreuungskräfte, das Lehrerkollegium und der Schulleiter selbst.
Die Spannung, wie die Schule bei all dem wohl abgeschnitten haben würde, wich Anfang Mai der Erleichterung: „Man staunt, welches Wissen die Prüfer anschließend über die Schule haben”, sieht Awerd Riemenschneider die Arbeit an der Josefschule im Abschlussbericht gut widergespiegelt. Die Ergebnisse werden auch an Schulträger und Schulaufsicht weitergeleitet, die zukünftig Schulen somit wegen des einheitlichen Verfahrens intern auch vergleichen können.
Anhand des Berichtes hat der Awerd Riemenschneider nun gemeinsam mit der Schulrätin eine verbindliche Zielvereinbarung getroffen, was in Zukunft noch verändert werden sollte. „Denn Schulen sollen sich ja weiterentwickeln.” Das Ergebnis werde bei der nächsten Analyse überprüft. Riemenschneider sieht den Bericht als Bestätigung der Arbeit an der Josefschule. Und als „Applaus” für das gesamte Kollegium.
Weitere Informationen zur Qualitätsanalyse NRW (Inhalte, Ziele) im Internet unter www.schulministerium.nrw.de
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