Jetzt Klartext zur Bahnhofsdisco
13.01.2009 | 23:00 Uhr 2009-01-13T23:00:00+0100
Menden. Viel ist bereits diskutiert worden über die geplante Discothek am Bahnhof. Jetzt hat die WP bei denen nachgefragt, was sie von den Pläne halten, die es in den vergangenen Jahre geschafft haben, in Menden neue Feiermöglichkeiten zu etablieren.
Die „Eventfactory” Schmelzwerk von LAM und den Club Tiefenrausch auf dem Baufa-Gelände. Sehen sie ihre Projekte gefährdet?
Frank Spiekermann von LAM sieht eine mögliche Disco am Bahnhof nicht sogleich als Konkurrenz: „Was da entstehen könnte, ist ja nicht vergleichbar mit dem Schmelzwerk. Als Event-Factory in einer Industriekulisse sind wir in dieser Größe im Umkreis einmalig.” Der Einzugsbereich der Party-Besucher beläuft sich mittlerweile auf einen Radius von 40 bis 50 Kilometern.
Gefahr sieht er eher für andere durch ein solches Projekt: Eine Disco oder ein Tanzcafé am Bahnhof sei wohl eher als eine Konkurrenz für die Gastronomen in der Innenstadt zu sehen. „Wenn der Reiz des Neuen weg ist, läuft es eh darauf hinaus, dass viele Disco-Betreiber die Kunden mit billigen Alkohol-Offerten locken.”
Stadt erteilte weiterer Konzession eine Absage
In einem Punkt blickt Frank Spiekermann kritisch zurück: „Es verwundert uns jedoch, dass im Jahr 2000 seitens der Bahn und des Bauamtes der Stadt Menden einer weiteren Konzession der LAM-Music-Hall am Güterbahnhof eine Absage erteilt wurde.” Dort hätten jährlich zehn Veranstaltungen stattgefunden. Nun werde aber an gleicher Stelle mit künftig weitaus weniger Stellplätzen ein dauerhafter Veranstaltungsbetrieb mit mindestens drei Öffnungstagen pro Woche erwogen.
Ansonsten ist Spiekermann gelassen: „LAM, beziehungsweise unsere Veranstaltungsräume Schmelzwerk und Güterbahnhof Menden sind seit mehr als 13 Jahren am Markt. Da haben wir schon viele Betreiber kommen und wieder gehen sehen.”
Ähnlich sieht es auch Sebastian Schulze, der mit seiner Firma Schulze und Partner das Tiefenrausch und auch — vis à vis zum Bahnhof — die Cocktailbar Cubana betreibt: „Die geplante Disco ist eine Kette. Ketten setzen sich auf der ganzen Welt durch und sind normalerweise überaus erfolgreich. Bereiche wie etwa Mode und Essen sind bereits fest in der Hand von Franchisern und funktionieren meistens prächtig. Aber das Nachtleben hat nun mal seine eigenen Gesetze.”
Stärken und Schwächen schon ausgelotet
Gerade im Nachtleben stünden Individualität, Persönlichkeit und Identifikation im Mittelpunkt. „Und das ist die Schwachstelle von Discotheken-Ketten allgemein”, so Schulze. „Von daher sehe ich das alles ganz entspannt. Ich wundere mich nur sehr, dass die Stadt Menden mitten in der Innenstadt an drei von sieben Wochentagen, so ein Remmidemmi akzeptieren möchte.”
Wenn es dennoch soweit komme, so Schulze augenzwinkernd, dann seien natürlich alle Discogänger herzlich eingeladen, vorher im Cubana stilvoll einen Cocktail zu genießen. „Natürlich ganz persönlich.”
23:46
www.vcd.org/vorort/hagen-mk/themen/oertliches/menden-themen/bahnhof-menden/
23:24
Deswegen brauchen wir ja auch einen neuen, mit neuen Mehrheiten. Ich fände eine gleichmäßige Verteilung der Stimmen auf die sechs Parteien ganz spannend. Dann würden wir nämlich rasch merken, was im Skat liegt.
19:30
Gut gebrüllt Löwe( brasseur)
Ist mit diesem Stadtrat nicht zu machen,wenn ich Ihnen auch in allen Dingen Recht geben muß
17:53
Anders hätte ich es auch nicht gesagt.
13:15
@ Ruhrik:
Liebevoll instandgesetzt in Verbindung mit Fröndenberg? ??? Tipp: Gucken statt schlausprechen. Oder hat Fröndenberg neuerdings 2 Banhöfe.
Wenn ich so einen Quark lesen muss, stößt es übel auf. Menden hat gar keinen Bahnhof, nur eine Ruine und ein Urinal. Und da soll was geschen und wieder prescht die Zeitung vor, für eine Gratis Schlagzeile blubbern LAM und Co brav das was gehört werden will.
@ Ruhrik, machen Sie als offensichtlicher Kenner der Scene einen konkreten Vorschlag, also ein JA statt ein einfaches NEIN. Schlagen Sie was vor, ich bin sicher die Investoren nehmen das gern auf und wenn es sich rechnet ( AHAAA!!!) und keine steuergelderfinanzierte Randgruppenidee dabei rumkommt werden sie es andenken. Ist natürlich NUll problemo, wenn das ganze dann wiede rum Monate verschoben wird, weil seriöse weisse Ideen kommen. Machen statt reden, Mendens alte Krankheit.
21:20
@ Buerger72 :
Was den Bahnhof sowie deren Verschleierung der Pläne anbelangt, denke ich es mir auch. Es ist abzusehen, dass es in den nächsten 30 Jahren auch keinen Fortschritt geben wird. Also, liebe Politiker, überrascht mich und belehrt mich eines bessern!
@ Ruhrik :
Hoffentlich werden die Karten aber dann auch richtig verteilt und ausgegeben und nicht nach belieben abgeholt.
21:00
Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn er wie in Nachbargemeinden (Langschede, Fröndenberg, Wickede, Hüsten) liebevoll instandgesetzt und mit neuer Funktion versehen würde: Verkehrsknotenpunkt und Rezeptionsraum der Stadt, Fahrradstation und seriöse Kleingastronomie. Das Ganze in Verbindung mit Naherholungsachse, Wohnfunktion und vielleicht nicht-störendem Gewerbe aus Dienstleistung und dem weißen Industriesektor.
Noch steht der Bahnhof, und noch hat die Vernunft eine Chance. Man darf hoffen, dass die Karten in der kommenden Kommunalwahl gründlich durchgemischt werden.
18:51
Sie brauchen sich keine sorgen machen , der Bahnhof steht 2033 noch so wie heute.