Jetzt ist es perfekt: Stadt hat Gut Rödinghausen gekauft
30.10.2007 | 20:43 Uhr 2007-10-30T20:43:00+0100
Menden. Seit Dienstagabend ist die Sache perfekt: Der Stadtrat hat in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit dem Kauf von Gut Rödinghausen zugestimmt.
Darüber wurde allerdings heftig diskutiert. Die nicht-öffentliche Sitzung, die nur dieses eine Thema hatte, dauerte zweieinhalb Stunden. Anders als bei der Abstimmung vor einigen Wochen, als Bürgermeister Rudolf Düppe einstimmig zu den Kaufverhandlungen ermächtigt worden war, gab es diesmal Nein-Stimmen und Enthaltungen — dem Vernehmen nach über Fraktionsgrenzen hinweg. Natürlich wollten auch die Gegner des Kaufs mit ihrem Votum auf keinen Fall der NPD einen Gefallen tun, die auf dem historischen Gutshof ein Schulungszentrum einrichten wollte. Sie hatten vielmehr sachliche Gründe gegen den Kauf. Ein große Hürde für die Zustimmung zu dem Kauf war vielen Ratsmitgliedern durch Nachverhandlungen genommen worden. Wie die WP berichtete, war ursprünglich ein Nebengebäude, das Kutscherhaus, nicht im Kaufpreis enthalten. Dort hatte sich die jetzige Besitzerin auf Erbpachtbasis, Helga Mense-Ermert, ein lebenslanges und vererbbares Wohnrecht sichern lassen. Das war auf Kritik gestoßen. Die Sache ist jetzt vom Tisch: Auch das Kutscherhaus gehört nun der Stadt. Der Kaufpreis liegt bei 800 000 Euro und damit unter der Obergrenze, die der Rat dem Bürgermeister gesetzt hatte.
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