Jahreslosung 2015: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Als ich diesen Text las, kamen mir folgende Gedanken: Alle Menschen die mir begegnen? Wirklich jeden? Das kann ich nicht. Aber ich will es lernen. Nur, bei wem fange ich an?

Ein Text nach „Frühstück mit Gott“ von Gary Chapmann zum 22. Dezember: „Liebe und Ehe – Die beiden bilden ein Gespann wie Pferd und Wagen. Ist das so? Es sollte so sein, und in einer gesunden Ehe ist es auch so. Die meisten Menschen sind sich einig, dass jeder den Wunsch im Herzen trägt, geliebt zu werden. Der Apostel Paulus bezeichnet die Liebe sogar als das Größte, und König David erwähnt, dass die Liebe Gottes ihm mehr bedeutet als sein Leben (Psalm 63,4).

Natürlich kann die unerschütterliche Liebe Gottes für uns wie ein Fels in der Brandung unserer Gefühle sein. Aber wir brauchen auch menschliche Liebe. Wenn wir verheiratet sind, sehnen wir uns am meisten nach der Liebe unseres Ehepartners. Wenn wir uns geliebt fühlen, wird alles andrere leichter. Wenn wir uns dagegen nicht geliebt fühlen, können unsere Konflikte zu Schlachtfeldern werden.Liebe ist nicht unser einziges Bedürfnis. Psychologen haben festgestellt, dass wir emotionale Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Selbstwert und Bedeutung haben. Die Liebe aber ist das Bindeglied zwischen all diesen Bedürfnissen.

Wenn ich mich geliebt fühle, kann ich mich entspannen, denn ich weiß, dass mein Partner mir nichts Böses antun will. In seiner Gegenwart fühle ich mich sicher. Ich kann auch den Unsicherheiten in anderen Lebensbereichen, wie zum Beispiel der Arbeitswelt, besser begegnen.“

Und damit sind wir beim Text der Jahreslosung.

Ein grundlegender Teil der Liebe ist die Annahme meines Gegenübers, so wie er oder sie ist, mit allen Stärken und Schwächen. Und ist nicht das beste Übungsfeld, Annahme zu üben, bei denen die uns nahestehen? Sei es in der Ehe - sei es zu den Eltern - zu den Kindern - zu einem guten Freund oder einer Freundin - usw.

Und dabei geht es nicht nur um die guten Zeiten, sondern ganz besonders Zeiten der Spannungen und Krisen. Ich glaube daran, wenn in diesen Bereichen ein gemeinsames Leben in Annahme gelebt wird, hat es Auswirkungen auf alle weiteren Beziehungen.

Hier, in meiner Ehe und Familie, will ich beginnen, Annahme zu lernen.

Haben sie nicht Lust mitzumachen?

Ich glaube daran, dass Ehen - Familien - Gemeinden - Städte - das Land - die Welt - sich verändern kann, wenn wir damit beginnen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Jahr 2015

Udo Kampe, Freie christliche Gemeinde Ecclesia