Inspiriert vom Lärm der Baustelle

Menden..  Die Freunde Kevin Bartmann und Alex Dambietz aus Lendringsen haben einfach mal eine Band gegründet. Ohne musikalische Vorkenntnisse, das Spielen ihre Instrumente haben sie sich selbst beigebracht. Jetzt spielen der Maler und der Tischler seit fast zwei Jahren akustischen Punkrock.

Wie hat bei euch alles angefangen?

Alex: Wir hatten einfach Lust, Musik zu machen.

Kevin: Und dann saßen wir im Sommer 2012 bei Alex’ Schwager in Unna-Massen im Keller, und der hat uns vorgeschlagen, eine Band zu gründen. Wir haben uns Instrumente zugelegt und angefangen zu proben. Ich an der Gitarre, Alex am Bass und sein Schwager am Schlagzeug. Das war cool. Aber irgendwann hat das menschlich nicht mehr so funktioniert.

Alex: Wir haben dann zu zweit weitergemacht. Das Spielen haben wir uns auch selbst beigebracht. Es gab dann allerdings eine längere Pause, weil Kevin wegen seiner Ausbildung in Essen gewohnt hat.

Wie seid ihr auf den Band-Namen „Absperrband“ gekommen?

Kevin: Wir haben uns erst „100% Baumwolle“ genannt, dann haben wir aber auf Youtube eine andere Band gefunden, die so heißt. Da mussten wir uns dann etwas anderes überlegen.

Alex: Auf die Idee sind wir dann gekommen, weil ich Absperrketten oft als Gürtel trage.

Kevin: Sehr modebewusst!

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Namen und eurer Musik?

Kevin: Auf Baustellen gibt es viel Absperrband, und wir haben mit unserer Musik den Bauarbeiter-Punk erfunden. Das ist im Prinzip akustischer Punkrock, aber unsere Lieder handeln meist von typischen Situationen auf der Baustelle. Allerdings schreiben wir auch Balladen. Alles echt aus dem Leben. Der Baustellen-Lärm ist einer unserer musikalischen Einflüsse, genauso wie die Ramones und ACDC (beide lachen).

Ihr seid beide hauptberuflich Handwerker. Wie schafft ihr es denn überhaupt, Beruf und Musik zu vereinbaren?

Alex (grinsend): Wir hoffen ja immer noch auf den großen Durchbruch, sodass wir nie wieder arbeiten müssen. Aber bis dahin proben wir zusammen nach der Arbeit und schreiben Songs. Wir wohnen zusammen in einer WG in Lendringsen, da haben wir uns extra einen Proberaum eingerichtet. Und der Vermieter hat zum Glück auch nichts dagegen, wenn Kevin mal nachts auf dem Klo Gitarre spielt.

Was macht euch dabei am meisten Spaß?

Kevin: Bei Alex ist es, glaube ich, die Freude an der Kunst, bei mir an der Musik. Nein, Scherz. Es ist natürlich toll, mit seinem besten Freund zu jammen. Die Auftritte sind natürlich auch gut.

Alex: Kevin hat da etwas mehr Erfahrung, er ist früher schon solo als „Das Streifenfrettchen“ aufgetreten.

Kevin: Das Lampenfieber ist aber trotzdem noch bei jedem Auftritt da.

Alex: Und deshalb muss ich immer die Ansagen machen.

Kevin: Wir suchen übrigens noch Möglichkeiten, aufzutreten.