Ingrid Ketzscher (Grüne): Mehr Bedarf für Kitas

Menden..  Dass in Menden im letzten Jahr 82 Kinder mehr zur Welt kamen als 2013, begrüßte die jugendpolitische Sprecherin der Grünen, Ingrid Ketzscher, jetzt ausdrücklich: „Das ist ermutigend, und diese Tendenz wird bleiben, davon bin ich überzeugt.“ Denn neben allgemein leicht steigenden Geburtenzahlen würden vermehrt auch Flüchtlingskinder in Menden zur Welt kommen, zeigte sich die Grünen-Ratsfrau sicher. „Ein Teil dieser Familien bleibt bei uns, und ihre Kinder haben denselben Anspruch an die Jugendhilfe wie alle anderen auch.“

Das bedeute, dass man sich städtischerseits auch auf tendenziell mehr Kinder zur Betreuung einstellen müsse.

Denn auch anerkannte Asylbewerberinnen dürften arbeiten, und damit stelle sich auch hier die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Die Frage ist, ob wir in den Prognosen heute noch von den richtigen Zahlen ausgehen, und wo im Zweifel ausgeweitet werden muss“, sagte Ketzscher.

Die Wahlfreiheit der Eltern müsse nicht nur auf dem Papier gegeben bleiben, meinte die Politikerin mit Blick auf den jüngsten WP-Bericht zu den unterrepräsentierten 25-Stunden-Betreuungen. Allerdings müsse sich Wahlfreiheit auch auf die Formen von Kindertageseinrichtungen beziehen.

Hier erinnerte Ingrid Ketzscher erneut an den von Eltern und Grünen zunächst vergebens geforderten Waldkindergarten.