In Mendener Sparkassen gibt es Geld nur noch am Automaten
18.02.2010 | 12:50 Uhr 2010-02-18T12:50:00+0100
Menden/Hemer. In allen Mendener Sparkassen-Filialen wird es nach und nach in der Regel keine Bargeld-Auszahlungen mehr am Schalter geben. Stattdessen sollen nur noch Abhebungen am Geldautomaten möglich sein. Das bestätigte Christian Wingendorf von der Sparkasse Märkisches Sauerland.
In der Filiale im Lahrfeld ist das bereits jetzt so — CDU-Ratsherr Bernd Haldorn hatte sich dazu am Wochenende kritisch zu Wort gemeldet. Aber auch in der Filiale Oberstadt wird nun bereits so verfahren. Und das hat bei einem stark sehbehinderten Mendener, der sich an die WP gewandt hat, für großen Ärger gesorgt: „Bis jetzt konnte ich immer mit dem Bus sicher bis fast vor die Tür fahren und mein Geld am Schalter haben. Denn mit dem Geldautomaten komme ich aufgrund meiner Sehbehinderung nicht zurecht”, sagt er.
Nun sei er aber an die Hauptstelle an der Papenhausenstraße verwiesen worden, nur dort seien Barauszahlungen möglich. „Da komme ich nicht so leicht hin.”
In anderen Städten schon lange umgesetzt
In dem konkreten Falle werde man ganz sicher eine Lösung finden, verspricht Christian Wingendorf von der Sparkasse: „So wie wir immer bei speziellen Problemen Sonderlösungen anbieten.” Generell setze man mit der Abschaffung der Schalterauszahlungen aber nur eine bundesweite Absprache des Sparkassenverbands aus den 1990er Jahren um, die eigentlich im Jahre 2010 abgeschlossen sein solle. „Ein- und Auszahlungen sollen über den Selbstbedienungsbereich laufen, damit mehr Zeit für die ganzheitliche Beratung der Kunden ist”, so Wingendorf. In Menden sei dies aber bislang nicht umgesetzt worden. „In Hemer hatten wir das bereits bis zum Jahr 2003 getan”, sagt Christain Wingendorf. Damals habe es etwa für Seniorengruppen spezielle Schulungen im Umgang mit den Automaten gegeben. „Das können wir für Menden auch anbieten.”
Mitarbeiter sollen Kunden helfen
Zudem sollten die Sparkassen-Mitarbeiter vor Ort die Kunden, die noch keine Erfahrung mit dem Selbstbedienungsbereich hätten, zu den Automaten begleiten und ihnen alles erklären: „Hier läuft derzeit die Schulung.”
Größere Beträge, die das Abhebe-Limit der Geldautomaten überschreiten, könnten auf Bestellung abgeholt werden. Das sei aber auch schon jetzt nur so möglich.
05:24
Schon klar, erst Probleme schaffen und dann vollmundig Lösungen für spezielle Fälle anbieten. *würg*
02:20
Immer wieder schön ist das Kommentare lesen.
Da offenbart sich manches menschliche Wesen.
******-Pisse-Kacke und ähnliches,
dagegen auch manches versöhnliches.
Manchmal ist es wie bei diesem Gedicht,
manches reimt sich, vieles eher nicht.
Die Sparkasse schafft nach und nach die Kassen ab und ersetzt diese durch Geldautomaten, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. In Hemer haben sich die Kunden vor Jahren auch aufgeregt, auch dort gab es damals eine negative Presse dazu; und heute ist der Umgang mit Geld- und anderen Automaten zur Gewohnheit geworden. In anderen Sparkassen sowie bei der Konkurrenz ist es doch nicht anders. Möglicherweise ist Iserlohn noch eine Ausnahme - aber ehrlich, wer fährt extra von Menden nach Iserlohn, um sich dort Bargeld bei einem Kassierer abzuholen?????
Wie kann man sich einerseits über Kontoführungsgebühren aufregen, andererseits so eine Empfehlung aussprechen?
Zum Hinweis auf online-banking sei die Frage erlaubt: was hat das mit Barverfügungen am Schalter oder am Geldautomaten zu tun?
Kann man sich das Geld am Computer selber ausdrucken? - Wohl eher nicht. Online-Banking haben alle Kreditinstitute im Angebot - wer das also mag, kann es bei seiner Bank, egal ob Sparkasse, Volksbank, Deutsche Bank u.a.m., nutzen.
Immer wieder taucht die DiBa (bzw. der Hinweis auf Direktbanken generell) auf - starke Konkurrenz für die anderen Kreditinstitute, ganz klar. Aber auch nur in gängigen einfachen Geschäften, die die Direktbanken ohne oder ohne großes Risiko blind machen zu können glauben, denn ihnen fehlt das vis-à-vis zum Kunden, die Möglichkeit der persönlichen Inaugenscheinnahme von Kunden und, z.B. bei Baufinanzierungen, von den zu finanzierenden Objekten. Gerade der Wegfall des persönlichen Kontaktes beim Einsatz von Geldautomaten und die damit ggf. vertane Chance, seine Produkte und Beratung direkt anzubieten, wird ja oben zu Recht kritisiert. Online-Banking mit Direktbanken ist da ein ganz schlechtes Gegenbeispiel.
Zur Postbank fällt mir eigentlich nichts positives ein: schon im Postamt alter Art fand ich es immer wunderbar, wenn jeder in der Schlange genau mitbekam, wie viel Geld der Postbankkunde einzahlte oder abhob; der flächendeckende nicht zu stoppende Rückzug der Post hat an dieser Situation nichts geändert, nur dass das Schlangestehen wahlweise durch Blumenkauf, Lottospielen, Brötchenkaufen oder so verschönert wird – kurzum: gerade der richtige Platz für Bankgeschäfte, oh ja. Poststelle in der Fleischerei wäre noch eine schöne Alternative: wie möchten Sie das Geld, im Stück oder in Scheiben? Hähä.
Geldautomaten statt Geldgeschäfte am Schalter.
Maschine statt Mensch - sozusagen (wobei das ja so auch nicht stimmt, der Mensch bleibt ja, wird im Idealfall zum Kundenberater oder nimmt andere Aufgaben wahr.)
Aber trotzdem: Maschine statt Mensch:
Warum sollten dadurch irgendwelche Veränderungen bei den Kosten für den Kunden entstehen?
Was hat das alles mit dem Gehalt der Mitarbeiter zu tun? Was mit den Gehältern im öffentlichen Dienst allgemein? Was mit dem Gehalt der Bänker allgemein? Auch der Deutsch-Bänker wird nicht verstehen, warum er so wenig und Herr Ackermann so viel verdient. Und komischerweise klagen beide am Monatsende, dass nichts mehr im Portemonnaie ist ...
22:46
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Senioren sollen ja geschult werden. Ich wäre gerne mal bei einer Schulung dabei, wo einer 90jährigen, die seit 60 Jahren ihr Geld am Schalter abholt, gezeigt wird, wie so ein automat funktioniert :-)
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21:22
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20:48
Schaut mal die Konkurrenz in Hemer und in Menden an, da kann man in Hemer solche Späße auch erlauben...
Und zu behaupten das Sparkässler zu viel verdienen ist vollkommen an der Realität vorbei...
Den einzigen Vorteil den der öffentliche Dienst besitzt ist theoretisch die Arbeitsplatzsicherheit, aber das bringt auch nix wenn mal Fusioniert wird...
20:33
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18:56
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18:53
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18:33
Merkt SozialesGewissen eigentlich überhaupt noch was? Wenn es nach ihm geht reden alle hier Mist! Nur er ist derjenige welcher vom Trank der Weisheit trinken durfte oder was?!
Wenn man mal schaut welche Sparkassen schon nach dem Pronizip verfahren, ich glaube da würde dem sozialen Gewissen nicht mehr viel zu einfallen. Ausserhalb Mendens soll es auch schon Telefone ohne Schnur geben.... ;-)
18:09
#29 da ist noch einer aus dem mittelalter