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In 50 Jahren schlug „Takki“ Wurzeln in Mendener Erde

11.02.2011 | 18:50 Uhr
In 50 Jahren schlug „Takki“ Wurzeln in Mendener Erde
Menden - Takki ist seit 50 Jahren in Deutschland Foto: ## Foto: Pia Maranca ##

Menden. Die Gastronomie in Menden wurde stets von ihren Wirten geprägt. So zählten zum Beispiel die im vergangenen Jahr verstorbenen Ludwig Hünnies und Karl-Heinz Kemper zu den Institutionen unter den heimischen „Kneipiers“ um den heute noch aktiven „Menne“ Oberkampf. Zu diesen Wirte-Originalen zählt auch „Takki“, der mit bürgerlichen Namen Panagiotis Molochas heißt.

Doch darunter dürften die wenigsten Hönnestädter den früheren Wirt der „Kleinen Kneipe“ in der Bahnhofstraße kennen. Sein Spitzname „Takki“, dessen Ursprung er selbst nicht kennt, wurde zum Markenzeichen in der Gastronomie der Hönnestadt. Am 13. Februar feiert „Takki“ ein besonderes Jubiläum. Er lebt auf den Tag genau seit 50 Jahren in Menden. „Und darauf bin ich sehr stolz! Ich lebe gerne hier und fühle mich als Mendener“, sagt Panagiotis Molochas, der sich als deutschen Griechen bezeichnet. „Ich will nach meinem Tod auch hier begraben werden“, wird es für ihn keine Rückkehr nach Griechenland - außer im jährlichen Urlaub - geben.

Die Liebe zu Menden hat zwei Gründe. Zum einen lernte er in Menden seine Ehefrau Hedwig kennen und lieben. Mit seiner Gattin führte er 25 Jahre bis ins Jahr 2000 die „Kleine Kneipe“. „Es war eine unheimlich schöne Zeit. Wir haben nie Ärger gehabt. Uns war wichtig, dass sich alle wohlgefühlt haben“, blickt der heutige Rentner „Takki“ gerne auf seine Zeit als Wirt zurück. „Auch wenn es viel Arbeit war. Ich glaube, wir würden es wieder machen“, sagt „Takki“, dessen Tage immer frühmorgens um 8 Uhr begannen und spät in der Nacht endeten.

1961 nach Menden

Es war der 12. Februar 1961, als der Grieche seine Heimat verließ. Über das italienische Brindisi kam er einen Tag später in Menden an. „Ich hatte einen Vertrag als Arbeiter bei Eichelberg in der Tasche“, erzählt „Takki“. Untergebracht war er im Rodenberger Hof, bevor er im evangelischen Heim am Heimkerweg sein erstes Zuhause fand. Neben Eichelberg fand er in den nächsten Jahren bei der Baufa und bei Böckelmann in der Horlecke Arbeit.

Kleine Kneipe

In den 70-er Jahren wuchs dann der Wunsch nach Selbstständigkeit. Diesen erfüllten sich „Takki“ und seine Ehefrau mit der kleinen Kneipe in der Bahnhofstraße. Und damit schlug er immer mehr Wurzeln in der Hönnestadt. Sehnsucht nach seinem Geburtsland kennt der Grieche nicht. „Ich habe dort keine Verwandschaft mehr. Wenn wir Urlaub dort machen, bin ich für meine Landsleute nur der deutsche Grieche“, ist ihm das Leben in Griechenland fremd geworden. Eine Distanz, die ihn nicht stört. „Ich verbringe mit meiner Frau dort den Urlaub. Ich freue mich aber immer auf die Rückkehr“, so „Takki“. Irgendwie eine Liebeserklärung an die Hönnestadt!

Burkhard Granseier

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