Immer Ärger mit der Insel

Fröndenberg..  Für Anwohner ist die kleine Insel auf der Ardeyer Straße in Höhe Westfeld „die wohl meistzerstörte der ganzen Republik. Wie kann man in diese Engstelle solch eine Insel setzen?“ Denn in unschöner Regelmäßigkeit höre man es dort laut rumsen: Dann hat wieder ein Lkw-Fahrer die enge Kehre falsch angesteuert – mit dem Ergebnis, dass Auflieger oder Anhänger die Schilder und Bordsteine auf der kleinen Insel mitnehmen.

Ob die Fahrer schwerer Lastwagen so etwas tatsächlich nicht bemerken oder einfach weiterfahren und somit bewusst Unfallflucht begehen, ist zweitrangig, denn das Ergebnis ist stets dasselbe: Der Landesbetrieb Straßen NRW muss einmal mehr anrücken, um wieder alles zu richten und zu ersetzen. Denn die Ardeyer Straße ist eine Landesstraße, die L 673, und folglich ist auch das Land und nicht die Stadt dafür zuständig.

Tatsächlich ergibt ein Nachsehen, dass Straßen NRW schon bald wieder anrücken darf: Der angekratzte Rechtspfeil zeigt derzeit nicht mehr nach rechts, sondern auf die Inselmitte, einen Eckbordstein hat es ganz weggeschleudert, das rote Pflaster ist aufgeworfen. Wieder einmal hat ein Laster die Kurve nicht gekriegt. Gibt Straßen NRW nicht irgendwann auf?

Die Antwort ist ein klares Nein. Frank Hausendorf, Sprecher der Regionalniederlassung Ruhr in Bochum, stellt auf Anfrage unserer Zeitung jedenfalls fest: „Diese Verkehrsinsel ist eine sogenannte Querungshilfe. Sie dient der Schulwegsicherung und wurde von den Verkehrsbehörden und Eltern gefordert.“ Das hört sich zumindest nicht so an, als sollte die Inseletwas höher auf die Straße gesetzt werden, wenigstens aus der unmittelbaren Kurvenausfahrt heraus, wie die Anlieger anregen.

Damit bleibt auf der L 673 wohl erst einmal alles beim alten. Und in diesem Moment rauscht der nächste Laster vorbei. Hätte ein Vorgänger den Rechtspfeil nicht schon unfreiwillig zur Seite gedreht, es wäre wieder soweit gewesen.