Hundebisse vor Gericht

Menden..  Eine Beißerei zwischen zwei Hunden beschäftigt seit September 2014 das Amtsgericht.

Bereits im Mai 2013 hatte eine Hündin eine andere Hündin attackiert. Der gebissene Hund erlitt dabei eine blutige Wunde im Nacken. Die beiden Parteien streiten seitdem um Schadensersatz. Es geht um etwas mehr als 100 Euro. Der Hundebesitzer möchte ein Tiergeschirr, eine Decke und Fahrtkosten zum Tierarzt ersetzt bekommen. Die Tierarztkosten hatten die Besitzer des attackierenden Hundes bereits bezahlt.

Gestern sagte die behandelnde Tierärztin vor Gericht aus. Es ging darum zu klären, ob alle Praxisbesuche aus tierärztlicher Sicht nötig gewesen seien. Bis zur vollständigen Abheilung der Wunde sei der Hundebesitzer in die Praxis gekommen: „Die Wunde wäre auch ohne diese Besuche abgeheilt“, sagte die Tierärztin. „Aber: Eine hundertprozentige Sicherheit, ob alles gut verläuft, können wir als Tierärzte nicht geben.“ Die Richterin wird jetzt entscheiden. Das Urteil wird den beiden streitenden Parteien dann schriftlich zugestellt.