Hüingser mit Gaspistole auf dem Rücksitz

amtsgericht menden 18 x 10 cm Foto: Martina Dinslage
amtsgericht menden 18 x 10 cm Foto: Martina Dinslage
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Menden.. Einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes war die Gaspistole auf dem Rücksitz des Autos bei einem Rundgang im September aufgefallen. Er informierte die Polizei, die den Wagen abschleppte. Jetzt stand der Fahrer des Autos, ein 19-jähriger Mendener, vor dem Jugendrichter. Er war angeklagt, weil er die Gaspistole ohne die erforderliche Erlaubnis mit sich geführt hatte.

„Die ist nur für Silvester gedacht“, erzählte der 19-Jährige dem Richter Hennemann. „Im Jahr brauche ich sie sonst nicht.“ Er habe mit einem Bekannten gemeinsam Silvester gefeiert und in dessen Garten Raketen mit der Pistole abgefeuert.

Erst knapp neun Monate später, im September also, habe ihm der Freund die Gaspistole dann wiedergegeben und auf den Rücksitz seines Autos gelegt. Die Pistole sah einer „echten Waffe“ täuschend ähnlich. So täuschend, dass auch der Ordnungsamtsmitarbeiter misstrauisch geworden war. Als der junge Mendener sein Auto nicht dort wiederfand, wo er es geparkt hatte und die Polizei informierte, klärten die Beamten ihn über den Zwischenfall auf.

Die Gaspistole ist zwar frei erwerblich, sie darf aber nur geführt werden, wenn der Besitzer einen Waffenschein oder eine Erlaubnis hat. Beides konnte der 19-Jährige nicht vorweisen. „Haben dürfen Sie sie, führen aber nicht“, sagte die Staatsanwältin dem jungen Mann.

Richter Hennemann verurteilte den heute 19-Jährigen nach Erwachsenenstrafrecht: Er muss eine Geldstrafe von 250 Euro (25 Tagessätze zu je 10 Euro) zahlen.

Seine Gaspistole, die derzeit in der Asservatenkammer des Mendener Amtsgerichtes lagert, will der Mann übrigens wiederhaben: „Sie war schließlich sehr teuer.“