Hohe Investition zum Wohl der Patienten

Menden..  Das St. Vincenz-Krankenhaus hat eine seiner wichtigsten Abteilungen jetzt mit brandneuer Medizintechnik ausgestattet: die Gastroenterologie. Denn wer mit einem „akuten Bauch“ zu Chefärztin Dr. Sabine Redemann kommt, kann so ziemlich alles haben – von harmlos bis todernst. Ganz sicher aber hat der Patient eines: heftige Beschwerden.

Um herauszufinden, was es ist, kann Dr. Redemann jetzt High-End-Ultraschall einsetzen. Mit Kontrastmitteln macht das Gerät sichtbar, was bisher nur zu erahnen war: „Bei Tumorverdacht in der Leber mussten wir die Patienten bisher weiterverweisen. Jetzt unterscheiden wir in Schichtaufnahmen sicher Verdächtiges von Unverdächtigem“, sagt die Fachärztin für Innere Medizin.

Zum Team zählen die Oberärzte Dr. Marius Bolland und Mohanad Zayed, drei Assistenzärzte und acht Schwestern unter Regie von Susanne Raschke.

Ihnen steht neuerdings eine weitere Anschaffung zur Seite: ein Apparat für Magen- und Darmspiegelungen, der durch Einsatz von Kohlendioxid statt Luft den gefürchteten Blähbauch nach der Untersuchung vermeidet.

„Das sind hohe Investitionen ins Wohl unserer Patienten“, sagt Christian Bers, Sprecher der Hospitalvereinigung, zu der auch das Vincenz-Krankenhaus gehört. So sieht es auch Dr. Redemann, die seit elf Jahren in Menden praktiziert und einziger weiblicher Chefarzt im Hospitalverbund ist. Bis zu 30 Untersuchungen am Tag gibt es hier – ob Magen, Darm, Galle, Lunge oder Bronchien, dazu Punktionen und Chemotherapien.

Kapsel auf „Reise ins Ich“

Schon länger im Einsatz, aber für Laien immer noch faszinierend ist die Kapsel-Enteroskopie, die „Reise ins Ich“. Dabei schluckt man ein zäpfchengroßes Gerät, das wie ein Mini-U-Boot den Weg durchs Innere antritt. Bis zum Ausscheiden macht es 20 000 Fotos – dank Minikamera und LED-Lämpchen.

Als die Ärztin die fragenden Reporteraugen sieht, muss sie schmunzeln: „Die Kapsel kostet 1000 Euro – aber sie wird immer nur einmal eingesetzt.“