Hönnetalbahn: Ärger mit dem Ersatzverkehr
20.07.2007 | 08:42 Uhr 2007-07-20T08:42:55+0200Menden. (mk/cece) Wenn wegen Gleisbauarbeiten der Zug von Menden nach Fröndenberg nicht mehr fährt und der Schienenersatzverkehr anrollt. . .
Mehrere Leser haben seit dem vergangenen Wochenende "missliche Erfahrungen" gemacht. Und auch Thomas Resel, Sprecher des zuständigen Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL), musste gegenüber der WP einräumen, dass es gewisse Probleme gibt.
Eines dieser gewissen Probleme am Mendener Bahnhof hängt mit der Macht der Gewohnheit zusammen. Treue Kunden haben die stündlichen Abfahrtzeiten an Werktagen gespeichert und jetzt Pech. Denn der ersatzweise eingesetzte Bus fährt bereits einige Minuten früher. Das muss er auch, weil er für die Fahrt nach Fröndenberg, wo die Anschlusszüge warten, länger braucht. Und der Bahnkunde wartet auf den nächsten Bus. Den sollte er zudem mit einem gültigen Fahrausweis betreten. Im Bus kann die Fahrkarte nicht gelöst werden. ZRL-Sprecher Ressel: "Das geht leider nicht, der Busfahrer müsste sonst alle Tarife und Spezialfahrkarten anbieten." Für die Fahrgäste am Mendener Bahnhof heißt das: Sie müssen erst durch die schmuddelige Unterführung zum Bahnsteig, sich dort eine Fahrkarte am Automaten ziehen und dann zum Bus, der vor dem Bahnhof wartet. Ressel: "Wir können für die kurze Zeit ja nicht den Automaten versetzen."
Das sind allein die Kapriolen am Mendener Bahnhof; in Bösperde kommt es noch dicker. Dort startet der Ersatz-Bus an der Fröndenberger Straße, also ein ganzes Stück vom Bahnhof entfernt. Gut ausgeschildert ist das aber nicht. Wer also nichts vom Ersatzverkehr weiß, der wartet und wartet. Ressel: "Die Bahn sollte das eigentlich durchgehend beschildern."
Bis kommenden Freitag, 27. Juli, läuft der Ersatzverkehr noch. Wer Klarheit haben will: Im Internet unter www.bahn.de gibt's die richtigen Busfahrtzeiten.
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