Hitzeschlacht in der grünen Hölle von Bösperde

Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Vogelschießen des Schützenvereins Holzen-Bösperde-Landwehr entwickelte sich zu der von Vereins-Pressesprecher Achim Rose versprochenen Hitzeschlacht. Denn erst mit dem 700. Schuss gelang es Andreas Brüne das Tier vom Himmel zu holen.

Bösperde..  Die Schützen des Vereins Holzen-Bösperde-Landwehr überlassen nichts dem Zufall auf der Suche nach ihrem neuen König.

Das brüllendheiße Wetter war lange vorausgesagt und so ließ man keine Zeit verstreichen, um das geplante Schützenfest noch besucherfreundlicher zu gestalten: „Als wir hörten, dass es so heiß werden soll, haben wir sofort reagiert und noch mehr Sonnenschirme und Pavillons organisiert“, erklärt Pressesprecher Achim Rose, wie man sich möglichst optimal auf den Höhepunkt des Schützenjahres vorbereitete.

Der Aufwand hat sich gelohnt, denn der Andrang auf das Gelände war groß, die Stimmung ausgesprochen fröhlich und es fanden sich genügend Herren, die um das Monarchenamt wetteiferten. Das wunderte den Pressesprecher keineswegs: „Eine leere Vogelstange hat es in Bösperde noch nie gegeben.“

Zielsicherer Ehrenschütze

Zuerst durften aber die Jungschützen an das Gewehr. Und es musste nur einmal nachgeladen werden, da verlor der Vogel nach einem Ehrenschuss des entthronten Niklas Zimmermann das Fässchen.

Lukas Weber pflückte den Apfel mit dem 70. Schuss vom Himmel, Philipp Albert sicherte sich die Krone mit dem 89. Schuss. Das Zepter schoss ein gewisser Carsten Sydow mit Schuss 128 – zu ihm aber gleich mehr. Den rechten Flügel schoss Tobias Huckschlag mit Schuss 144, zehn Schüsse später holte Hendrik Springer den linken Flügel.

Dann war es erneut der schon erwähnte Carsten Sydow, der einen Volltreffer landete: Der Vogel fiel mit dem 162. Schuss, der neue Jungschützenkönig ließ sich feiern.

Ausdauerndes Federvieh

Nach dem Küken wurde der Adler in Stellung gebracht, Achim Rose versprach mit einem Grinsen nicht weniger als eine „Hitzeschlacht in der grünen Hölle von Bösperde“.

Die wurde vor allem von einem ausdauernden Federvieh bestimmt, das 700 Kugeln brauchte, um es zum Fallen zu motivieren. Zuerst fiel das Fässchen mit Schuss 38 durch Tobias Tillmann, mit dem 68. Schuss sicherte sich Kai Teile eine Portion Vitamin C mit einem Apfeltreffer. Genau 100 Schüsse später schoss Sven Haja das Zepter.

Die Vizeregentschaft sicherte sich Achim Bornemann mit dem 322. Schuss durch das Abschießen der Krone. Flügel rechts fiel mit Schuss 652 durch Sebastian Meisterjahn, der linke Gegenpart mit Schuss 660 durch David Urbanczik.

Und nachdem er im Jahr 2000 schon einmal Vizekönig war, schaffte er jetzt den ganz großen Sprung: Andreas Brüne schoss sich zum König – dafür feuerte er die Waffe zum 700. Mal ab. Er gab zu: „Das hatte ich mir nicht vorgenommen“, aber er und seine Königin, Ehefrau Elke Brüne, waren überglücklich.