Hier werden gerade 160 Mittagessen gekocht

Die Lendringser Ehrenamtlichen bereiten in der Küche des Pfarrheims das Essen für bedürftige Menschen vor: Es gibt Bohnen mit Speck, Kaisergemüse, Leipziger Allerlei, Kartoffeln, Reis, dazu Krustenbraten und Hühnerfrikassee. Auch ein Nachtisch (verschiedene Puddingsorten) fehlt nicht.
Die Lendringser Ehrenamtlichen bereiten in der Küche des Pfarrheims das Essen für bedürftige Menschen vor: Es gibt Bohnen mit Speck, Kaisergemüse, Leipziger Allerlei, Kartoffeln, Reis, dazu Krustenbraten und Hühnerfrikassee. Auch ein Nachtisch (verschiedene Puddingsorten) fehlt nicht.
Foto: WP

Lendringsen..  Besucher, die das Lendringser Pfarrheim betreten, werden von einem einladenden Duft empfangen, der Appetit weckt. In der Küche steigen Dampfschwaden aus Töpfen mit Reis, Kartoffeln und Gemüse auf. In einer großen Pfanne brutzelt Speck, der später mit Bohnen serviert werden soll. Ein Team ehrenamtlicher Frauen und Männer – die meisten von den Bie­berschlümpfen und aus dem Pfarrgemeinderat St. Josef – bereitet hier gerade das Essen für Bedürftige vor.

„Als wir vor acht Jahren angefangen haben, haben wir Essen für knapp 20 Leute gekocht“, erinnert sich Petra Homberg, Initiatorin der Aktion. Zum Mittagessen wurden mindestens 80 Frauen und Männer erwartet, die im schön dekorierten Pfarrsaal das Essen zu sich nahmen. Und die meisten – so wird aus Erfahrung kalkuliert – nehmen gern eine zweite Portion. Und wenn noch etwas übrig bleibt, „freut sich jeder, wenn er etwas mit nach Hause nehmen kann“. Mindestens 160 Portionen werden hier also zubereitet.

Immense Steigerung des Bedarfs

Die immense Steigerung des Bedarfs ist in Lendringsen auch an der Nachfrage im De-Cent-Laden abzulesen – ähnlich wie in Menden auch. Waren es in Lendringsen vor wenigen Jahren noch sieben bedürftige Familien, die hier einkauften, sind es derzeit mehr als 40.

Eigentlich sollte das fertige Essen für Gründonnerstag-Mittag ins Pfarrheim geliefert werden. Doch der ursprünglich gebuchte Gastronom hatte einige Zeit vorher abgesagt, und so beschloss das Team der Ehrenamtlichen kurzerhand: „Das stemmen wir selbst.“ Einzig das Fleisch – Hühnerfrikassee und Krustenbraten – wurde beim Metzger bestellt und fertig angeliefert, sämtliche Beilagen und der Nachtisch wurden vorgestern im Pfarrheim gekocht.

Damit alles zubereitet werden konnte, mussten im Vorfeld etliche überdimensional große Töpfe sowie ein Einkochkessel, in dem die Kartoffeln gekocht wurden, ausgeliehen und ins Pfarrheim gebracht werden. Da die Kochfelder im Pfarrheim nicht gereicht hätten, wurde auf zwei zusätzlichen Induktionsplatten Reis gekocht.

„Unsere Besucher freuen sich jedes Jahr sehr über das Essen“, erklärt Petra Homberg. „Sie sind so dankbar.“ Ob ein „Dankeschön“ oder manchmal einfach eine herzliche Umarmung: „Es braucht nicht viele Worte. So etwas berührt mich unwahrscheinlich.“