Heinzelwerker: Von 160 Bitten um Hilfe 150 erfüllt

Menden..  Vor einem Jahr trafen sich einige Mendener Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, anderen zu helfen. Anlass waren Berichte über eine in zwei Städten bereits bestehende Organisation, das „Heinzelwerk“.

Der inzwischen gesetzlich geschützte Name wurde in Anlehnung an das bekannte Gedicht von August Kopisch „Die Heinzelmännchen“ gewählt. Die Heinzelwerker wollen aber nicht den darin Erwähnten helfen, die zu faul und bequem sind, sondern denen, die kleine Hilfen benötigen.

Seit Gründung der Gruppe ist ein Jahr vergangen, heute zählt sie 15 Mitglieder, davon fünf Frauen. Sie wird unterstützt von der Stadt, der Bürgerstiftung und der Mendener Bank. Die Hilfeleistungen sind gedacht im Sinne einer Nachbarschaftshilfe für die ganze Stadt.

Bisher gingen 160 Hilfeersuchen ein, von denen 150 erfüllt werden konnten: Die Tätigkeiten sind meist praktischer Natur, also kleine Reparaturen, Aufstellen von Möbeln und ähnliches. Dazu kommen Begleitungen bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, selten auch beim Einkauf. Auch beim Ausfüllen von Formularen konnte geholfen werden. Das Allerwichtigste war bisher immer das Zuhören, viele der Hilfesuchenden sind einsam und wollen von ihren Sorgen und Nöten berichten.

Die Heinzelwerker sind an keinerlei Weisungen gebunden, jedes Mitglied übernimmt die Aufgabe, für die es sich geeignet fühlt. Alle Hilfen werden ehrenamtlich erbracht, sie sind „unbezahlbar“! Dazu ein kleines Erlebnis: Einmal drückte ein Hilfesuchender dem Helfer vier Euro in die Hand: „Nun trinkt Euch mal ordentlich einen!“ So etwas kommt in die Spendenkasse, die gibt es auch. Werkzeug und Verbrauchsmaterial müssen bezahlt werden. Wenn der Bürger mittellos ist, springt die Spendenkasse ein. Der Dank gilt besonders auch der Mendener Bürgerstiftung, die für weitere Spenden und für die Haftpflichtversicherung Sorge trägt.

Die Heinzelwerker freuen sich, dass sie in vielen Fällen ein wenig helfen konnten. Jeder, der helfen will und kann, ist herzlich willkommen.