Hebammen wagen gemeinsam Schritt in die Selbstständigkeit

Silke Seiler (rechts) und Theresa Wies eröffnen die Hebammenpraxis "Kugelrund geborgen".
Silke Seiler (rechts) und Theresa Wies eröffnen die Hebammenpraxis "Kugelrund geborgen".
Foto: WP

Menden..  Sie haben viele Jahre gemeinsam als festangestellte Hebammen gearbeitet. Jetzt eröffnen Silke Seiler (38) und Theresa Wies (32) gemeinsam eine eigene Praxis.

Es ist für beide ein mutiger Schritt, den sie mit großer Freude wagen. „Frauen wünschen sich eine persönliche Betreuung. Und genau das ist uns wichtig“, begründen sie ihre Entscheidung. „Wir haben viele Erfahrungen gesammelt. Wir wissen, was wir können.“

Erfahren, wie wichtig Betreuung ist

Silke Seiler machte zunächst eine Ausbildung als Krankenschwester, bevor sie sich entschloss, Hebamme zu werden. Anschließend arbeitete die gebürtige Mendenerin als festangestellte Hebamme im Kreißsaal und begleitete seit 2009 Familien nach der Geburt in der häuslichen Nachsorge. Zuletzt war sie freiberuflich in der Hebammenpraxis am Westwall tätig. Theresa Wies arbeitete neun Jahre lang im Krankenhaus und seit 2006 zusätzlich in der Vor- und Nachsorge. Während ihrer Schwangerschaft habe sie selber erfahren, wie wichtig Hebammen-Betreuung ist: „Das wünsche ich mir auch für andere Frauen.“

Die beiden Hebammen bieten Schwangerschaftsbetreuung und Wochenbettbegleitung an. „Wir möchten, dass Frauen gestärkt in die Geburt gehen.“ In ihrer Hebammenpraxis „Kugelrund geborgen“, Zum Schlehdorn 1b (Ecke Holzener Straße), finden darüber hinaus Kurse und Seminare statt.

Kangatraining

Theresa Wies ist außerdem Kangatrainerin. Kangatraining ist ein Fitnessprogramm für Mütter; das Kind wird währenddessen in einem speziellen Tragetuch am Körper getragen. Zukünftig möchten die beiden Hebammen auch Hausgeburten betreuen. Sie hoffen darauf, dass 2016 endlich eine gangbare Lösung für die Berufshaftpflichtversicherung gefunden wird.