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Hangrutsch verzögert Kilometer weit entfernten Fußgängerweg

10.01.2010 | 10:09 Uhr
Hangrutsch verzögert Kilometer weit entfernten Fußgängerweg

Menden. Wegen des kilometerweit entfernten abrutschenden Hanges an der Unnaer Landstraße verzögert sich der Bau des Fußweges an der Bösperder Bahnhofsbrücke. Eine junge Mutter hat sich nun hilfesuchend an Bürgermeister Volker Fleige gewandt.

Wie lange bliebt noch die Ampel am abrutschenden Hang an der Unnaer Landstraße?

„Wann kommt endlich der Bürgersteig von der Fröndenberger Straße nach Bösperde?”, fragt Claudia Schälte in einem Brief an Bürgermeister Volker Fleige. Die zweifache Mutter kritisiert, dass mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator der Weg nach Bösperde derzeit kaum machbar ist. Doch sie wird sich gedulden müssen. Denn der Fußweg hängt mit dem abrutschenden Hang an der kilometerweit enfernten Unnaer Landstraße zusammen.

Mögliche Umleitung

Die WP hatte es schon kurz berichtet: Die geplante Sanierung der Auffahrten zur erst kürzlich erneuerten Bahnhofsbrücke in Bösperde verschiebt sich. Der Grund: Wenn der Rutsch-Hang an der Unnaer Landstraße saniert wird, dann muss die Strecke über Osterfeld und Bahnhofstraße in Bösperde zeitweise als Umleitung bereit stehen. Und deshalb, so die Stadt, könne man dort keine zweite Großbaustelle einrichten.

Aber wird die Hang-Sanierung tatsächlich noch in diesem Jahr laufen? Michael Neumann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW, geht weiter davon aus: „Wenn alles läuft wie geplant, könnten wir im Sommer beginnen.” Dann soll eine Gabionenwand am Böschungs-Fuß entlang der Hönne errichtet werden, um darauf mit Aufschüttungen den Hang zu stabilisieren.

Verzögerung wegen Landesgartenschau

Stadtsprecher Manfred Bardtke berichtet hingegen, dass man sich mit Straßen.NRW einig sein, die Baustelle in diesem Jahr noch nicht anzupacken: Wegen des Verkehrs zur Landesgartenschau in Hemer. Doch davon weiß Neumann nichts: „Bei der Gabionenlösung würde der Verkehr auch nicht wesentlich mehr beeinträchtigt als jetzt.” Anders wäre die Situation, wenn doch noch ein Radweg entlang der Staße gebaut werde sollte: „Das würde viel aufwändiger.”

Sicherheitsgründe: 300 Meter mit dem Auto

Mit Kinderwagen fast unüberwindbar: Die Treppe der Bahnhofsunterführung.

Aber auch wenn die einfachere Gabionenlösung an der Unnaer Straße in diesem Jahr angegangen wird, dann wäre frühestens 2011 Baustart für den Fußgängerweg nach Bösperde. So lange bleibt Claudia Schälte und ihren Kindern oder eingeschränkten Menschen mit Rollator oder Rollstuhl nur der Weg durch die Bahnhofsunterführung mit der fast unüberwindbaren Treppe als Hürde. Oder der Weg über die Fahrbahn der Bahnhofsüberführung, wo Autos und Lkw dicht an ihnen vorbeirauschen. „Auch der Fußweg bei Aster ist ziemlich steil und mit Kinderwagen und dann auch bei Schnee kaum zu bewältigen”, klagt Claudia Schälte. Ihre Konsequenzen: Sie fährt ihren dreijährigen Sohn Maximilian die 300 Meter zum Kindergarten in Bösperde mit dem Auto.

Thorsten Bottin und Michael Koch

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