Hangrutsch: Baustart erst nächstes Jahr
30.01.2011 | 19:23 Uhr 2011-01-30T19:23:00+0100
Menden.Die Sanierung des Hangrutschs an der Unnaer Landstraße verzögert sich weiter. Projektleiter Michael Neumann vom Landesbetrieb Straßen.NRW rechnet nicht mehr damit, dass die Arbeiten noch vor dem Herbst ausgeschrieben werden können. Baubeginn wäre dann wohl erst nächstes Jahr.
Im August 2008 rutschte ein Teil des Hangs an der viel befahrenen Bundesstraße 515 zwischen der Kreuzung Märkische Straße/Unnaer Landstraße und Haus Slamic ab. Seitdem wird der Verkehr per Baustellenampel einspurig an der Gefahrenstelle vorbeigeführt. Das wird auch so bleiben, denn Projektleiter Michael Neumann korrigiert jetzt auf WP-Anfrage seine Prognose vom vergangenen Jahr, dass es bereits dieses Frühjahr losgehen kann: „Da war ich zu optimistisch. Das tut mir leid, und ich kann verstehen, wenn die Mendener Bürger jetzt enttäuscht sind.“
Doch die Planungen und Abstimmungen seien sehr aufwändig. Noch immer sei nicht klar, mit welcher Methode man dem Hangrutsch zu Leibe rücken werde. Zunächst war die „Gabionen-Lösung“ favorisiert worden. Mit einer in Drahtgeflechten aufgeschütteten Steinwand entlang der Hönne hätte der Hang einen stabileren Sockel bekommen sollen. Auf der neuen Basis hätte dann der Hang von unten aufgeschüttet und so gesichert werden sollen.
Die Lösung sei noch nicht ganz aus dem Spiel, favorisiert werde aber jetzt die Spundwandlösung. Bei ihr werden Wände aus Metall in den Hang gerammt, die dann auf der Straßenseite verankert werden müssen. „Wir prüfen derzeit, ob und wie wir diese Verankerungen bauen können.“
Diese Lösung sei sowohl kostengünstiger als auch in der Planung weniger aufwändig: Bei der Gabionenlösung entlang der Hönne müssten einige wasserrechtliche Bedingungen erfüllt werden. Im Februar werde es den nächsten Ortstermin mit Vertretern der beteiligten Behörden geben. „Ich hoffe, dass wir dann im Herbst die Arbeiten ausschreiben können“, so Neumann. „Ob wir dann noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen können, ist allerdings fraglich.“
Stefan Schulte, Leiter der Straßenbauabteilung im Mendener Rathaus, weiß vom Unmut vieler Bürger: „Aber für diese Straße, die Bundesstraße 515, sind wir nicht verantwortlich. Wir drängen seit langem darauf, dass an dem Hang endlich etwas passiert, aber uns sind die Hände gebunden.“ Natürlich sei die Stadt erster Ansprechpartner bei Beschwerden: „Aber wir können nur die Informationen der Bundes- bzw. Landesbehörden weitergeben.“
17:22
Vielleicht sollte unser Herr Bürgermeister mal zum Hans Dampf mutiere. Er und der Rat sollen doch unsere Interessen durch setzen... Was´n da los lässt er alles mit sich machen ? Auch wenn´s Sache der Straßen Nrw ist, aber mal sich öffentlich dazu äußern und sich der langsamkeit entziehen. Vielleicht sich auch mal bei anderen unbeliebt machen, nicht nur bei uns Bürgern.
08:35
#6
Nicht immer gleich los meckern, sondern erst mal den Artikel richtig lesen. Der alte Rathausplatz ist Sache der Stadt Menden, die Unnaer Landstr. Sache der Straßen NRW, also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
19:35
Naja, beim Platz ist ja auch nicht Stzraßen NRW zuständig... Und es weniger kompliziert...
16:52
Das ist ein wirklich schlechter, verfrühter Aprilscherz. Seit 2008 ist das Problem bekannt und jetzt will man evtl. im Herbst oder nächstes Jahr anfangen. Da kann man nur lachen, denn zu weinen fehlt einem die Kraft..... Meine Güte, in Menden werden unnötige Dinge (wie der alte Marktplatz) schnellstens erledigt und wichtiges dauert Jahre. Traurig.
16:51
Passt irgendwie zu Menden, wäre ein Wunder wenn es anders wäre.
14:23
Wahrscheinlich verdient Straßen NRW auch hier an der Ampel... ;-)
13:33
@1
Warum die Aufregung? In Menden dauert doch eh alles ein bisschen länger (manchmal Jahre).
12:58
Naja,
an dieser Hauptverkehrsader habe ich selber früher regelmäßig im Stau gestanden.
Ich finde, seitdem die Baustellenampel dort installiert wurde läuft der Verkehr viel besser.
Könnte man den Streckenabschnitt nicht einfach so lassen wie er jetzt ist?
08:48
Im Februar wird besichtigt und im Herbst soll ausgeschrieben werden!?
Wieso wird da erst wieder ein halbes bis Dreivierteljahr gewartet? Immerhin handelt es sich um eine Hauptverkehrsader in Menden.