Handarbeiten, Tee und viele nette Gespräche

Menden..  „Wir Strickprofis kommen mit guter Laune hierher. Bei Handarbeit, Tee und netten Gesprächen sitzen wir zusammen und freuen uns dabei schon auf das nächste Mal“, erzählt Annette am Mittwochabend in der Begegnungsstätte der Behindertenhilfe Menden, Club ‘78, in der Unnaer Straße 25.

„Hier hat sich seit Februar eine nette Truppe zusammengefunden“, berichtet Ilona Bette, Heilpädagogin und Leiterin der Begegnungsstätte, während die Stricknadeln unermüdlich klappern, die Häkelnadeln Luftmaschen anschlagen und auf dem Webrahmen von Ingo ein schönes Muster entsteht. „Hast du es geschafft, Marc?“, fragt Eva Diepes, die hier ehrenamtlich Anleitung gibt. Handarbeit ist seit Jahrzehnten ihr Hobby. Monika und Barbara sind noch neu dabei, haben aber schnell Kontakt gefunden.

Die Idee zum Handarbeitstreff entstand in der Behindertenhilfe. Man kann hier auch viel Praktisches für den Alltag mitnehmen. „Hier lernt man auch, wie Knöpfe angenäht werden oder eine kleine Reparatur an der Kleidung durchgeführt werden kann“, erzählt Eva Diepes und betont, dass man keine Vorkenntnisse mitbringen müsse.

Material als Geschenk

Viel Material hat die Behindertenhilfe für den Treff geschenkt bekommen. Darüber haben sich alle sehr gefreut, denn so konnte man ohne großen finanziellen Einsatz beginnen. „Jetzt habe ich die erste Reihe fertig gehäkelt – gleich zeige ich dir, wie es weitergeht“, sagt Juliana Schmidt, die das Projekt pädagogisch betreut, zu Laura, die heute ebenfalls zum ersten Mal da ist. „Unsere Angebote sind für alle Menschen offen. Dahinter steckt der Inklusionsgedanke. Menschen mit und ohne Behinderung können hier viel Gemeinsamkeit erleben“, betont Ilona Bette.

Iris Schulte vom Vorstand der Behindertenhilfe ist auch dabei: „Wir müssen unsere Arbeit wieder bekannter machen. Der Club ‘78 ist bei älteren Bürgern zwar sehr im Bewusstsein, aber wir möchten noch breitere Bevölkerungsschichten erreichen.“ Sie betont auch, dass ehrenamtliche Mitarbeit für die Behindertenhilfe sehr wichtig sei: „Helfer sind in den Gruppen immer willkommen!“ „Hier gibt es keine Verpflichtungen, hier kann jeder Mensch sein. Wir fangen mit einfachen Sachen an. Dann kann man stolz sein auf das, was man geschafft hat“, sagt Ilona Bette. Annette ist trotz ihres verletzten Armes mit ihrer Handarbeit weiter gekommen. Sie freut sich schon auf das nächste Treffen: „Wer Interesse hat, sollte einfach mal reinschauen. Die Leute vom Wolle-Team freuen sich!“