Handarbeit als Überlebenshilfe

Zohra Soori-Nurzad ist als Kind mit ihrer Familie aus ihrem Geburtsland Afghanistan geflohen. Jetzt ist sie Studentin an der Universität Siegen, machte ein Praktikum in Kabul und hat jetzt ein Hilfsprojekt für die Ärmsten der Armen ins Leben gerufen und den Verein SSL gegründet.
Zohra Soori-Nurzad ist als Kind mit ihrer Familie aus ihrem Geburtsland Afghanistan geflohen. Jetzt ist sie Studentin an der Universität Siegen, machte ein Praktikum in Kabul und hat jetzt ein Hilfsprojekt für die Ärmsten der Armen ins Leben gerufen und den Verein SSL gegründet.
Foto: Hendrik Schulz

Menden..  Aus einer studentischen Initiative entwickelte sich ein gemeinnütziger Verein. „Sitching for School an Life“ ist inzwischen ein sehr erfolgreiches Hilfsprojekt für ledige und verwitwete Frauen und ihre Kinder in Afghanistan. Die Gründerin Zohra Soori-Nurzad kommt am Mittwoch, 25. Februar, erneut nach Menden und berichtet ab 19 Uhr im Bodelschwingh-Haus über ihr Projekt.

Im August vergangenen Jahres hatte die engagierte junge Afghanin, die in Siegen studiert, das Hilfsprojekt erstmals bei einer Veranstaltung des „Lila Salons“ im Bodelschwingh-Haus eindrucksvoll vorgestellt. Sie hilft den zum Betteln verurteilten, mittellosen Frauen und Kindern dadurch, dass sie ihnen Materialien, wie z.B. Stoffe und Garne zur Verfügung stellt. Sie stellen daraus textile Produkte wie Blusen, Schals, Einkaufsbeutel und andere Produkte her, die dann in Deutschland verkauft werden.

32 Frauen und Kinder im Projekt

Von dem Erlös können die Frauen leben und die Kinder versorgen. Vor allem aber können die Kinder statt für ihr tägliches Brot auf der Straße zu betteln, wieder in die Schule gehen, was ihnen dann eine Zukunftsperspektive eröffnet. Alle afghanischen Frauen lernen früh zu handarbeiten, berichtet Zohra Soori-Nurzad. Für dieses Projekt besticken sie die zum Verkauf angebotenen Waren in abwechslungsreicher Auswahl mit kunstfertigen Mustern. Zurzeit sind bereits 32 Personen in dem Projekt beschäftigt, zwölf Frauen und 20 Kinder.

Der Mendener Verein „Solidarität mit der dritten Welt“, der die Veranstaltung organisiert, möchte Zohra Soori-Nurzad bei ihrem Projekt unterstützen. Sie wird am Mittwoch, 25. Februar, ab 15 Uhr ein Afghanistan-Schaufenster im Weltladen an der Papenhausenstraße gestalten. Dort werden auch die handgarbeiteten Produkte ausgestellt und angeboten. Anschießend ab 19 Uhr wird Zohra Soori-Nuzad im Bodelschwingh-Haus über ihr Hilfsprojekt berichten.