Hackl: Kritik an Europas Finanzpolitik

Menden..  Ulrich Hackl, Vorstand der Mendener Bank, kritisierte auf der ansonsten harmonischen Vertreterversammlung scharf die europäische

Finanzmarktpolitik. Es könne nicht sein, dass die Mendener Bank in den Europäischen Bankabwicklungsfonds einzahlen müsse. Der Fonds springe ein, wenn systemrelevante Banken saniert werden müssen. „Wir sind aber keine systemrelevante Bank. Das ist so, als müssten Radfahrer die Autobahnmaut mitzahlen“, sieht Hackl eine „bizarre Realität“. Und weiter: „Bei uns, für die Selbstverantwortung Strukturprinzip ist, hat sich eine Menge Ärger angehäuft: keine Staatshilfe gebraucht, volkswirtschaftliche Aufgaben vorbildhaft erfüllt, keine Strafverfahren, ordentlich Steuern gezahlt, aber im Wettbewerb benachteiligt und von der Regulatorik erdrückt.“

Verärgert zeigte sich Hackl auch über die europäischen Pläne zur Finanzierung von Mittelstand, Landwirtschaft und Handwerk. „Statt auf die Kapitalmarkt-Finanzierung zu setzen, solle die europäische Politik auf stabile Regionalbanken-Modelle wie die der deutschen Genossenschaftsbanken bauen.“ Hackl regte die Gründung genossenschaftlicher Regionalbanken auch in anderen EU-Ländern an Bericht folgt