Gute Lösung nicht torpedieren

Internet-Zugang. Ich bin selbstständiger Softwareentwickler und seit 1983 Bürger der Stadt Fröndenberg. Ich wohne im Ortsteil Frömern. In 2013 verlagerte ich mein Gewerbe nach Dortmund, unter anderem auch weil ich die Hoffnung auf den Ausbau der so wichtigen Breitband-Infrastruktur aufgegeben hatte.


Natürlich kann die Stadt Fröndenberg nicht unbegrenzt Geld ausgeben. Allerdings muss es doch Aufgabe der Stadt und ihrer Verwaltung sein, ein so wichtiges Projekt wie den zeitgemäßen Zugang zum Internet für alle Bürger anzugehen und kreative Lösungen zu finden. Um so überraschter war ich, als ich eine Einladung der Stadt Fröndenberg zur Info-Veranstaltung zum Thema Breitbandausbau in Frömern im Briefkasten fand. Seit Mitte Dezember engagiere ich mich nun, um die benötigten 40 Prozent der anschließbaren Haushalte zu überzeugen. Dass nun gerade in der heißen Phase der Nachfragebündelung die Stadt quer schießt und ein von ihr ursprünglich lanciertes und unterstütztes Projekt torpediert überrascht mich doch sehr.


Besonders die Begründung in der Vorlage ist fadenscheinig. Die Firma annexe ist auch in Ostbüren bereits aktiv und per LTE kann auf der Hohenheide (und vermutlich auch in Ostbüren) Internet bezogen werden. Warum sollte der Ortsteil Frömern nun schlechter gestellt werden, als Ostbüren oder die Hohenheide?


Vielleicht sollte eine zeitnahe Glasfaser-Anbindung zur Bedingung für die Förderung gemacht werden, damit den Bedenken es handle sich um eine Marktbeeinflussung begegnet werden kann.
Peter Quade, Fröndenberg


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