Gute Idee, schlechte Umsetzung

Der Regisseur: Wenn Til Schweiger in einem Film mitspielt, dann wahrscheinlich in seinem eigenen: Die Regie führte er auch bei „Honig im Kopf“ selbst.
Der Film: Tilda (Emma Schweiger) ist verzweifelt: Ihr Opa Amandus (Dieter Hallervorden) ist an Demenz erkrankt. Weil er sich selbst nicht verpflegen kann, zieht er schließlich zu Tilda und ihren Eltern (Til Schweiger, Jeanette Hain) und gerät damit direkt zwischen die Fronten einer Ehekrise. Weil Tilda weiß, dass es Demenz-Patienten hilft, wenn sie an Orte aus ihrer Vergangenheit zurückkehren, nimmt sie das Ruder schließlich in die Hand – und fährt mit dem schwerkranken Amandus nach Venedig.

Fazit: Schweiger hat sich ein schwieriges Thema für seinen Film ausgeguckt – nämlich Demenz. Leider verschwindet die Ernsthaftigkeit der Krankheit zwischen stumpfen Witzen und dem üblichen Schweiger-Schnulz. Dieter Hallervorden brilliert in seiner Rolle – dazu beitragen, dass dieser Krankheit in Zukunft mehr Beachtung geschenkt wird, kann aber auch er nicht. Gute Idee, schlechte Umsetzung. Silas Schefers