Gute Gemeinschaft als Ziel
15.09.2010 | 15:14 Uhr 2010-09-15T15:14:00+0200
Menden.
Die meisten Mendener Kinder und Jugendlichen besuchen in ihrer Schulzeit wohl mindestens ein Mal die Jugendbildungsstätte Kluse. Manche für einen Tag, andere bleiben mehrere Tage. Die städtische Einrichtung lädt für Samstag, 25. September, 14 bis 20 Uhr, zum Tag der offenen Tür und hat ein umfangreiches Programm vorbereitet.
Auch wenn viele die Kluse von innen kennen: Viele Mendener, so berichtet Einrichtungsleiterin Uschi Schulte-Pieper, wissen gar nicht, wie vielfältig die Angebote der Kluse sind. So gibt es beispielsweise die zwei- bis dreitägigen Schul-Seminare. An einem solchen nehmen derzeit Fünftklässler des Heilig-Geist-Gymnasiums teil. Unter dem Motto „Wir sind Klasse“ lernen sich die Schüler besser kennen. Ziel ist es, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Andere Seminare für weiterführende Schulen sind „Schluss mit lustig“ (Konflikttraining) und „Startklar“ (Berufsorientierung für Hauptschüler).
Für Grundschüler gibt es thematisch orientierte Angebote, die in Absprache mit den Lehrern gestaltet werden. Zum Beispiel: „WWW: Wunder Welt Wasser“, „Wald erleben mit allen Sinnen“, „A – Z: Akrobatik bis Zauberei“ und „Auf der Spur von Ritter Goswin – eine Reise ins Mittelalter“. Ziel ist immer eine gute Klassengemeinschaft: „Die soziale Kompetenz der Schüler steht über allem“, erläutert Uschi Schulte-Pieper.
Während die „Großen“ in der Regel ohne Heimweh in der Kluse übernachten, müssen bei den Grundschülern auch mal Kinder abends von ihren Eltern abgeholt werden. „Wir haben auch schon erlebt, dass Referenten nachts auf dem Flur vor den Zimmern geschlafen haben, damit die Kinder keine Angst hatten“, erinnert sich Uschi Schulte-Pieper. „Und am nächsten Morgen waren die Kinder dann stolz wie Oskar, dass sie es geschafft hatten, hier zu übernachten.“
Darüber hinaus bietet die Kluse soziales Training für Schulklassen an. Die Seminare finden entweder in Jugendtreffs oder auf der Kluse statt.
Für heimische Familienzentren werden Wochenenden auf der Kluse organisiert. „Die Familien haben eine kurze Anreise und sind trotzdem raus aus dem Alltag“, erläutert Jugend- und Familienbildungsreferentin Heike Schwantge.
Neben Schülern und Familien buchen auch viele Sportvereine – etwa der BSV und die HSG –, die Musikschule sowie kirchliche Gruppen die Kluse. Dann kümmert sich das Team der Kluse nicht um das Programm, sondern nur um die Verpflegung. Diese wird von vier hauptamtlichen Kräften in der Küche übernommen, die an jedem Werktag auch noch mehr als 100 warme Mittagessen für Kindertagesstätten zubereiten. „Wir sind oft ausgebucht“, freut sich Uschi Schulte-Pieper. Wer die Kluse buchen will, sollte sich ein halbes bis ein Jahr vor dem Termin melden.
0mitdiskutieren