Gutachter soll Filteranlage prüfen

Das Mendener Hallenbad: Wie gut oder schlecht ist die Filteranlage?
Das Mendener Hallenbad: Wie gut oder schlecht ist die Filteranlage?
Foto: WP

Menden..  Bislang hat die Politik schon fast reflexartig den schwarzen Peter der Mendener Stadtverwaltung zugeschoben. Und selbst in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses kam noch einmal schieres Unverständnis hoch, was in der Forderung gipfelte: „Mit den bedenklichen Wasser-Werten im Hallenbad muss es ein Ende haben.“ Soll es auch. Jetzt wird ein externer Gutachter eingeschaltet. Der soll die Filteranlage auf den Prüfstand stellen.

Feinjustierung notwendig

Mittlerweile dämmert es aber auch Teilen der Politik, dass sich im städtischen Bad keinesfalls eine High-tech-Filteranlage befindet. Denn das Pumpensystem arbeitet nicht vollautomatisch. Ganz im Gegensatz etwa zum Bürgerbad Leitmecke. Im Hallenbad müssen die städtischen Fachkräfte sozusagen regelmäßig per Hand an Chemikalien zugeben, was im Bürgerbad normalerweise ohne menschliches Zutun abläuft.

Schon einmal war es vor zwei Jahren fast zum Skandal gekommen, als im öffentlichen Teil des Sportausschusses von einen externen Fachmann behauptet worden war, was eigentlich nur hinter verschlossenen Türen hatte gesagt werden sollen: „Es handelt sich um Bedienfehler.“ Nicht nur Uli Menge stellte sich sofort schützend vor seine Mitarbeiter. Das Problem mit immer mal wieder bedenklichen Wasser-Werten freilich ist die Stadt bis heute nie ganz losgeworden. Zwischenzeitlich musste das Bad sogar immer mal wieder geschlossen werden.

Sind es Bedienfehler?

Nunmehr kommt es endgültig zum Schwur, denn in der nichtöffentliche Sitzung hat die Sportpolitik jüngst beschlossen, dass ein Gutachter eingeschaltet werden soll. Der soll endgültig Klarheit schaffen, ob es sich um Fehler in der Anlage oder Bedienfehler handelt.

Parallel blicken Politik und Verwaltung durchaus auf die deutlich bessere Anlagen im Leitmeckebad. Ein städtischer Beamter, dem die Redaktion Anonymität zugesichert hat, formulierte es drastisch: „Wenn unsere Politik tatsächlich eine High-tech-Anlage im Hallenbad haben will, muss sie halt auch das Geld dafür zur Verfügung stellen.“