Grundreinigung ja – alles andere ist zu teuer

Menden..  Im nächsten Schuljahr soll es in allen Mendener Schulgebäuden einmal jährlich eine große Grundreinigung geben. Alle glatten Böden sollen zudem zweimal wöchentlich gewischt werden. Weiter will die Politik, dass die Stühle in den Klassen zweimal im Monat gereinigt werden, bisher passiert das nur einmal. Auch Abfallbehälter sind drei- statt heute zweimal pro Woche zu leeren. So lauten die Empfehlungen des Arbeitskreises „Reinigung an Schulen“ für die heutige öffentliche Schulausschuss-Sitzung ab 17 Uhr im neuen Ratssaal. Der im Januar eigens gebildete Arbeitskreis soll nach getaner Arbeit aufgelöst werden.

Ob seine Vorgaben umgesetzt werden, steht aber noch in den Sternen. Denn die Stadtverwaltung hat damit ein großes Problem: das Geld. 2014 habe man mit der im Jahr davor eingeführten Spar-Reinigung der Schulen das vorgegebene Konsolidierungsziel im Haushalt erreicht, erklärt Schulverwalter Uli Menge. Die jetzige Lösung wäre wieder weitaus teurer, und Zusatzausgaben müssen an anderer Stelle eingespart werden.

Hier sieht die Verwaltung aber nur noch die Möglichkeit, 13 000 Euro zusammenzukratzen, um die Kosten der einmaligen Grundreinigung auszugleichen. Die 37 000 Euro im Jahr fürs zweimal wöchentliche Wischen aller nicht textilen Böden dagegen seien ebenso wenig abgedeckt wie die sonstigen erhöhten Reinigungsleistungen, die 81 500 Euro kosten. Deshalb lautet die Empfehlung aus dem Rathaus, vorerst nur die Grundreinigung draufzusatteln.

Zu der hatte der Arbeitskreis in seinen Sitzungen grundsätzlich festgestellt: Die Putzkräfte hatten für ihre Arbeit an Mendens Schulen zuletzt schlicht zu wenig Zeit. Deshalb sei auch die große Grundreinigung erforderlich. Als Beispiel wird das Gebäude von Hauptschule und Gesamtschule Am Gelben Morgen aufgeführt. Bis 2013 wurden dort für die Grundreinigung 72 Stunden benötigt. In der Sparversion waren es noch 16 Stunden. Künftig sollen daraus wieder 72 werden.

Auch das wöchentlich zweimalige Wischen sei nicht zu vermeiden, ebenso die sonstigen erhöhten Leistungen. Die Verwaltung will erst einmal sehen, wie die Ergebnisse mit der Grundreinigung aussehen, den Reinigungsstandard dann erneut überprüfen und dem Ausschuss wieder zur Beratung vorlegen.