Grünes Licht für Baumbestattungen

Menden..  Die angekündigten Baumbestattungen am städtischen Waldfriedhof Limberg (die WP berichtete) werden jetzt möglich: Einstimmig beschloss der Stadtrat am Dienstag, diese neue Bestattungsform auch in Menden zuzulassen. Es war eine der wenigen unumstrittenen Entscheidungen in einer Ratssitzung, die ansonsten von längeren Debatten geprägt war.

Mit der Satzungsänderung wurde das lange angekündigte Angebot erst jetzt faktisch geschaffen: Wie berichtet, hat die Friedhofsverwaltung zunächst neun Bäume gekennzeichnet, die im Umkreis von fünf Metern jeweils bis zu zwölf Urnengrabstätten zulassen. An jeder Grabstätte können bis zu vier Urnen beigesetzt werden.

Kein Grabschmuck zugelassen

Die Fläche soll naturbelassen und damit pflegefrei bleiben, der Wegebau soll naturnah in Form von ausplanierten Holzhackschnitzeln erfolgen. Grabschmuck ist deshalb nicht zugelassen.

Zudem wurden mit der Satzungsänderung auch die finanziellen Regelungen für die Baumbestattung festgesetzt. Dafür muss die Friedhofsgebührensatzung nicht geändert werden, denn die Gebührenfestsetzung erfolgt zunächst wie bei den anderen Urnengräbern auch. Die Grabstättengebühr beläuft sich demnach bei den Wahlgräbern je Grabstelle auf 621 Euro, für die Reihengrabstätten auf 722. Die Beisetzungsgebühren, etwa für Arbeiten der Friedhofsgärtner für die Beisetzung der Urne, werden in einer Höhe von 185 erhoben. Die Überprüfung und mögliche Neufestsetzung sämtlicher festgelegten Friedhofsgebühren soll nach Angaben der Stadtverwaltung in den nächsten Monaten erfolgen.

Die Zugangsfläche zum ersten Bestattungsbaum am Limberg ist inzwischen vorbereitet worden.