Grüne in Menden wollen Grundschulkinder befragen

Der Jugendtreff Bösperde.
Der Jugendtreff Bösperde.
Foto: WP

Menden..  Die Grünen fordern in einem Antrag an den Kinder- und Jugendhilfeausschuss ein sogenanntes Partizipationskonzept. Dabei soll festgestellt werden, in welchen Freizeit- und Lebenssituationen Kinder und Jugendliche im Grundschulalter leben, und welchen Bedarf sie im Freizeitbereich haben.

Die Stadtverwaltung will ohnehin einen Fragebogen für Zehn- bis 20-jährige Kinder und Jugendliche verteilen. Anlass sind Überlegungen zu einer neuen Struktur bei Kinder- und Jugendtreffs.

Bezug auf Kinderrechtskonvention

Angesprochen sind allerdings ausschließlich Kinder und Jugendliche im Alter von mindestens zehn Jahren. Die Grünen kritisieren, dass „daraus belastbare Rückschlüsse auf die Weiterentwicklung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Menden gezogen werden“ sollen. „Damit wird ein großer Teil der Kinder von der Partizipation ausgeschlossen“, kritisiert Ratsfrau Tina Reers. Sie sagt: „Eine Entscheidung über die Köpfe der Kinder hinweg widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention.“ Dabei seien Sichtweisen und Erfahrungen der Kinder „Grundlage unserer politischen Gestaltungen der zukünftigen Trefflandschaft“. Die Meinung der Kinder sei in die Konzeption, Durchführung und Bewertung von Maßnahmen einzubeziehen. Die Stadtverwaltung solle zu kindspezifischen Methoden und kindgerechter Information greifen. Ohnehin seien die Kommunen zur Kinderbeteiligung verpflichtet.