Grüne fordern Anpassung des Jagdgesetzes

Menden..  Zum Protest des Hegerings vor dem Stadtempfang nehmen die Mendener Grünen Stellung.

„,Freiheit statt Verbote’ war zu lesen auf den von den Jägern gehaltenen Plakaten“, sagt Ingrid Ketzscher, 2. Vorsitzende der Grünen Menden. „Auf die Frage, was denn genau gemeint ist, erhielten Grüne die Antwort: ,Das alte Jagdgesetz soll bleiben, wie es ist.’“

Demgegenüber vertreten die Grünen die Meinung, dass das aus dem Jahr 1934 stammende Jagdgesetz heutigen gesellschaftlichen Anforderungen des Tier- und Naturschutzes anzupassen ist. Schließlich seien inzwischen viele Tierarten vom Aussterben bedroht und die seien selbstverständlich vor dem Abschuss zu schützen. „Darüberhinaus sollte die Jagdausübung in Natur- und Vogelschutzgebieten den Schutzzweck berücksichtigen“, erklären die Grünen.

Es sei aus grüner Sicht auch richtig, bestimmte Methoden zu untersagen, wie zum Beispiel die Ausbildung der Jagdhunde an lebenden, zuvor flugunfähig gemachten Enten. Die Inhalte des Gesetzentwurfes seien das Resultat eines mehrjährigen Beteiligungsprozesses mit Umwelt,- Tierschutz- und Jagdverbänden sowie Waldbesitzern.