Gründonnerstag leitet heilige Tage um Fest der Auferstehung ein

Menden..  Mit dem Gründonnerstag beginnen für die christliche Kirchen die drei herausgehobensten Tage des Jahres. (Katholisch: Triduum sacra/heilige drei Tage.)

Der Gründonnerstag – die Herkunft des Namens lässt sich nicht zweifelsfrei ableiten – ist geprägt davon, das Jesus angesichts des nahenden Todes noch einmal seine besten Freunde (Apostel) zu sich bittet und mit ihnen Brot isst und Wein trinkt. Kommunion und Abendmahl – bis heute wichtigste Bestandteile von Messen und Gottesdiensten – leiten sich von diesem Geschehen am Gründonnerstag ab.

Fußwaschung als Ritual

Für die durch Rituale sehr viel stärker geprägte katholische Kirche ist der Gründonnerstag mit mehreren Besonderheiten verbunden. Besonders auffallend und in vielen Feiern vollzogen werden Fußwaschungen der Gläubigen durch Priester, ja sogar Kardinäle und Päpste. Sie erinnern an die Demutsgeste, die Jesus an diesem Tag gegenüber seinen Freunden zeigte.

Mit den Feiern der Messen/Gottesdienste blicken die Kirchen auch bereits voraus auf das bevorstehende Leiden Christi und seinen Kreuzestod am Karfreitag. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass fortan bis zu den Osternächten alle Orgeln in den Gotteshäusern und auch die Kirchglocken verstummen.

Die Evangelien berichten, dass Jesus nach dem Mahl mit seinen Freunden betete und er am Ölberg gefangen genommen wurde, nachdem er von Judas bei der Tempelpolizei verraten worden war. Zudem musste er erleben, dass sein Lieblingsjünger Petrus ihn in dieser Nacht angstvoll verleugnete.

Besonderheit für Menden: Nach der Feier am Gründonnerstag in St. Vincenz beginnt unmittelbar die Kreuztracht, die Jesu Leiden und Sterben thematisiert.

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