Das aktuelle Wetter Menden 11°C
Bildung

Großes Interesse an Gesamtschul-Infos

03.02.2012 | 20:11 Uhr
Großes Interesse an Gesamtschul-Infos
Foto: Michael Koch

Menden.Nach einer erneut gut besuchten Informationsveranstaltung zeigte sich Bürgermeister Volker Fleige optimistisch: Er sei sich sicher, dass es vom 13. bis zum 24. Februar genügend Anmeldungen geben werde, so dass im Sommer die Gesamtschule Menden an den Start gehen könne.

Es gab schon eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema in den vergangenen Monaten. Aber noch nie konnte so detailliert über die konkrete Ausgestaltung der geplanten Schule informiert werden wie am Donnerstagabend in der Aula der Hauptschule Am Gelben Morgen, dem Ort, wo die neue Schule entstehen soll.

Die Arbeitsgruppe, die ein pädagogisches Konzept für die Gesamtschule erarbeitet, ist weit fortgeschritten mit der Ausarbeitung – mit dabei sind unter anderem Dr. Michael Fink, der als ausgewiesener Gesamtschul-Experte gilt, und Maria Spiesen, Hauptschulleiterin am Gelben Morgen und Gründungsrektorin der Gesamtschule Menden.

Tenor des Abend war aber auch: Man müsse das Rad nicht neu erfinden, eine Gesamtschule sei ein seit vier Jahrzehnten erprobtes Schulsystem mit verbindlichen Lehrplänen. Die Kinder, die zur neuen Gesamtschule gingen, seien also keine „Versuchskaninchen“.

ISie informierten: Gabi Wesselmann (Schulverwaltung), Gesamtschul-Experte Dr. Michael Fink, Bürgermeister Volker Fleige, Gründungsrektorin Maria Spiesen und Sigrid Kuck (Bezirksregierung). Foto: Michael Koch

Viele der anwesenden Eltern schienen aber grundsätzlich schon entschieden zu sein, ihr Kind an der Gesamtschule anzumelden – das war an Applaus und Wortmeldungen abzulesen. Ihre Sorge war vielmehr: Was passiert, wenn es doch nicht genug Anmeldungen für ein Gesamtschule Menden gibt (100 sind nötig)? Oder aber ganz im Gegenteil: Was passiert, wenn der Ansturm so groß ist, dass nicht alle Kinder aufgenommen werden können – die Anmeldefristen bei den Gesamtschulen Fröndenberg und Hemer aber schon abgelaufen sind? Von Dr. Michael Fink kam der eindeutige Appell: „Versuchen Sie nicht zu tricksen, melden Sie Ihr Kind gleich an der Gesamtschule Menden an. Ich kann Ihnen versichern, dass wir mit den Leitern der anderen Gesamtschulen in Kontakt sind und dann Lösungen abstimmen werden.“ Auf der Straße würde ohnehin kein Kind stehen: Da Schulpflicht besteht, muss die Stadt dafür sorgen, dass die Schüler sonst auf den etablierten Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien untergebracht werden.

Einige konkrete Details konnten die Eltern schon mitnehmen. Beispiele:
Schulstunden: Es wird 60-minütige Unterrichtseinheiten geben, so wie an der Hauptschule am Gelben Morgen jetzt schon praktiziert.
Ganztag: Die Gesamtschule wird verbindliche Betreuungszeiten haben, und zwar montags, mittwochs und donnerstags von 7.30 bis 15.30 Uhr und dienstags und freitags von 7.30 bis 13.30 Uhr.
Arbeitsgemeinschaften: Es sind sehr viele Arbeitsgemeinschaften geplant, die auch in Kooperation mit Vereinen und anderen Einrichtungen stattfinden sollen.
Fächer: Biologie, Physik und Chemie werden gemeinsam als Fach Naturwissenschaften unterrichtet, Geschichte, Politik und Erdkunde als Gesellschaftslehre.

Michael Koch

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6313920/create

Aktuelle Fotos und Videos
Fußballpfingsten in Menden
Bildgalerie
Fußball
Tischtennis-Tunier in Lendringsen
Bildgalerie
Tischtennis
Pfingstkirmes in Menden
Bildgalerie
Kirmes
Land unter in Menden-Asbeck
Bildgalerie
Unwetter
Aus dem Ressort
Domsingknaben: Ausbildung beginnt mit fünf Jahren
Interview
Vor dem Auftritt der Augsburger Domsingknaben auf Einladung des „Initiativkreis Mendener Wirtschaft“ (IMW) am Freitag, 1. Juni, um 19.30 Uhr in der St.-Vincenz-Kirche beantwortete Domkapellmeister Reinhard Kammler einige Fragen zu den Sängern und der ausgewählten Musik.
Stadt verhängt bei der Pfingstkirmes 20 Bußgelder
Wildpinkeln
Für viele Anwohner von Straßen am Rande des Kirmesgeländes ist es ein großes Problem. Zahlreiche Besucher des Volksfestes urinieren in Gärten und Hauseingängen. Das Ordnungsamt ist massiv dagegen vorgegangen.
Foto