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Großer Polizei-Einsatz gegen Einbrecher-Banden

21.12.2012 | 07:00 Uhr
Großer Polizei-Einsatz gegen Einbrecher-Banden
Gegen Einbrecher wollte Polizei am Donnerstag vorgehen.Foto: Lukas Barth

Menden. Wer Donnerstagabend den Eindruck hatte, dass besonders viel Polizei in Menden unterwegs war, der hat sich nicht getäuscht. Im Zuge einer kreisweiten Aktion haben die Beamten bis nach Mitternacht versucht, organisierten Einbrecherbanden auf die Spur zu kommen, die derzeit besonders aktiv sind. Zu möglichen Ermittlungserkenntnissen und -erfolgen wird die Polizei heute Bilanz ziehen.

Am Donnerstag gewann das Thema jedenfalls aktuelle Brisanz. Am Nachmittag wurde ein Einbruch auf Platte Heide gemeldet. Kurz bevor die Polizei-Aktion am Abend startete, folgte eine zweite Einbruchsmeldung aus dem Stadtteil. An verschiedenen Stellen an den Mendener Ausfallstraßen positionierten sich später Einsatzwagen, um die Einbrecher möglicherweise zu stellen.

Kontrolle an Westtangente abgesagt

Ist es nicht etwas blauäugig zu glauben, dass man lange nach dem Einbruch noch einen Täter im Auto stellen kann? „Nein“, sagt Mendens Wachenleiter Josef Pille im Gespräch mit der WP. „Wir haben es hier in der Regel mit sehr generalstabsmäßig organisierten Banden aus Osteuropa zu tun. Die, die in die Häuser eingedrungen sind, transportieren nicht die Beute aus der Stadt.“ Sprich: Meist werden ein oder auch mehrere Einbrechertrupps in der Stadt abgesetzt, sie brechen ein, deponieren das Diebesgut. Und später wird dies von Komplizen abtransportiert.

Zwei von 21 Polizisten, die gestern Abend allein in Menden aktiv waren: Rüdiger „Bill“ Kembügler und Wachenleiter Josef Pille.Foto: Michael Koch

Und genau diese Wege zu ergründen, war Donnerstag Abend das Ziel der Polizeiaktion. „Bei den Pkw-Kontrollen fallen den Kollegen oft scheinbare Kleinigkeiten als verdächtig auf, die uns Hinweise geben können.“ Geplant war deshalb gestern um 20 Uhr auch eine groß angelegte Kontrolle an der Weststangente. Die wurde aber kurzfristig abgesagt. Regen und zeitweise auch ein bisschen Schnee stellten eine Gefahrenquelle dar: Beim Stopp der Fahrzeuge hätte zu Unfällen kommen können. Das Risiko wollte die Polizei nicht eingehen. Auf der B7 zwischen Menden und Hemer waren zuvor noch eineinhalb Stunden lang 87 Fahrzeuge teils sehr intensiv untersucht worden. Allerdings verlief hier die Suche nach Spuren zu den Einbrecherbanden negativ.

Stattgefunden haben in Menden selbst aber die verstärkten Kontrollfahrten in den Stadtteilen-- etwa im Lahrfeld, wo es zuletzt eine ganze Reihe von Einbrüchen gegeben hatte. Auch Lendringsen wurde genauer unter die Lupe genommen. 21 Beamte waren gestern Abend allein in Menden unterwegs. Im gesamten Märkischen Kreis waren es noch erheblich mehr. „Denn das Problem haben wir derzeit in allen Städten sehr massiv“, so Josef Pille. „Außer in Balve. Da ist es ruhig.“

Michael Koch



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