Großeinsatz nach Dachstuhlbrand

Hohenheide..  Die Scheiben des Dachfensters sind durch die große Hitze zerplatzt. Feuerwehrleute untersuchen den Dachstuhl mit einer Wärmebildlampe. Dämmmaterial liegt auseinandergerissen auf dem Dach. Ein brennender Dachstuhl auf der Hohenheide sorgte am frühen Freitagmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr und viel Aufregung im Stadtteil.

Der Alarm ging um 5.55 Uhr bei der Feuerwehr ein. Gemeldet war ein Vollbrand. Die Feuerwehr rückte mit 60 Einsatzkräften zu dem Gebäude am Wachtelweg auf der Hohenheide aus. Dort schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Rauch stieg weithin sichtbar über dem Gebäude auf. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich die Hausbewohner bereits in Sicherheit gebracht. „Sie sind zum Glück wach geworden und konnten sich ins Freie retten“, sagt Feuerwehrsprecher Dieter Ladwig.

Der Feuerwehr gelingt es schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen. „Es wurde kein Hausbewohner verletzt“, sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Die Bewohner stehen geschockt, aber dank der hohen Temperaturen wenigstens nicht frierend, vor der Tür und werden von Nachbarn und Einsatzkräften betreut.

Vermutlich technischer Defekt

Die Polizei hat den Brandort in dem eineinhalbgeschossigen Gebäude beschlagnahmt. Die Ermittlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Nach Brandstiftung sieht es momentan aber nicht aus. „Es handelt sich vermutlich um einen technischen Defekt“, sagt der Polizeisprecher. Der Sachschaden beträgt etwa 50 000 Euro.

Bei den Löscharbeiten ereignete sich ein kleiner Unfall. Zwei unter Druck stehende Schläuche mit Löschwasser platzten im Bereich eines Verbindungsstück auseinander. Dadurch wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. „So etwas kann schon mal passieren“, erklärt Sprecher Ladwig. Leider habe die auseinanderreißende Kupplung in diesem Fall die Kameraden der Feuerwehr getroffen.

Die Einsatzkräfte haben trotz der frühen Morgenstunde auch mit der Wärme zu kämpfen. Nachdem das Feuer gelöscht ist, schleppen die Kameraden Getränke heran.

Der Einsatz schreckte den ganzen Ortsteil auf. Ein Nachbar hatte Flammen aus dem Dachstuhl schlagen sehen. „Wir hatten schon befürchtet, dass auch die Firma brennt“, sagt er. In dem Anbau auf dem etwas abgelegenen Grundstück befindet sich eine Druckerei.