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Grabschmuck als Dank an ehemaligen Lehrer

01.11.2012 | 18:00 Uhr
Grabschmuck als Dank an ehemaligen Lehrer
Das Leineweber-Grab auf dem Vincenz-Friedhof.

Menden. Tausenden Mendenern ist es in diesen Tagen eine ehrenvolle Aufgabe, die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen liebevoll zu pflegen. Doch wie großartig muss ein Pädagoge gewirkt haben, wenn sich mehr als fünf Jahrzehnte nach seinem Tod ehemalige Schüler um die Grabstelle kümmern.

Großer Respekt

Dr. Adalbert Düllmann gehörte zu einem besonderen Jahrgang am Walram-Gymnasium. „Wir waren die ,Leineweber’-Klasse.“ Die 24 Jungen bzw. später jungen Männer bekundeten größten Respekt vor ihrem Klassenlehrer, dem Geistlichen Studienrat und katholischen Priester Franz Leineweber. Adalbert Düllmann: „Er hat unseren Abiturjahrgang 1951 der Klasse 13 b so geführt, dass wir uns heute noch als Einheit verstehen. Dafür sind wir dankbar.“

Die 14 noch lebenden Walram-Ehemaligen treffen sich weiterhin regelmäßig. Insbesondere zur Allerheiligenzeit sorgen sie wie Adalbert Düllmann für frische Blumen am Grab des einst so geschätzten Lehrers und Erziehers.

So manches mag das Vorrecht der Jugend sein, manches aber wiederum überaus bedeutsam für eher betagte Mendener. So bemüht sich Adalbert Düllmann seit Jahren darum herauszufinden, wer nach Leinewebers Ableben im Jahr 1960 für die Inschrift auf dem Grabstein verantwortlich gewesen sein mag: „Gewidmet von seinen dankbaren Schülern.“ Obwohl viele aus dem Abi-Jahrgang 1951 noch regelmäßig Kontakt auch zu jüngeren Ehemaligen haben, waren ebenfalls keine Einzelheiten herauszufinden.

Anonymer Dank

Adalbert Düllmann hat hartnäckig geforscht: „Speziell vor wenigen Wochen noch im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Walram-Gymnasium. Vergeblich. Keine Eintragungen im Begräbnis-Register der St.-Vincenz-Gemeinde. Keine Eintragungen im Grabstein-Register der Firma Kaiser-Grabmäler.“

Adalbert Düllmann und seinen ehemaligen Klassenkameraden würde sehr daran liegen, wenn die ebenfalls so dankbaren Walram-Gymnasiasten als Stifter der Grabinschrift Kontakt aufnehmen würden. Das kann direkt, aber auch über die WP-Redaktion ( 9280-20, menden@westfalenpost.de) geschehen.

Als Franz Leineweber am 18. November 1960 beerdigt wurde, hat ein Großteil von Walram-Lehrern und -Schülern ihm die letzte Ehre erwiesen. Zahlreiche weitere Mendener hatten sich überdies eingefunden, um Abschied zu nehmen. Die WP druckte einst zahlreiche Nachrufe ab, in denen sich viele Mendener überaus betroffen zeigten und die Verdienste des Priesters und Pädagogen würdigten.

Heinz-Jürgen Czerwinski



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