Gospelklänge füllen St.-Vincenz-Kirche

Menden..  Noch weihnachtlich geschmückt war die St.-Vincenz-Kirche am Sonntagabend, als zu den Klängen des Pianos von Christian Rose und der Posaune von Günter Stockebrand die Mitglieder des noch jungen St.-Vincenz-Gospel- Chores in den Kirchenraum einzogen, um zum zweiten Mal vor Publikum aufzutreten.

Über 300 Gospelfans waren gekommen und begrüßten Chor und Musiker und die Solistin mit großem Beifall. „Wir haben als ein kurzfristiges Projekt begonnen. Doch dann ging es einfach weiter, und jetzt freue ich mich, dass über fünfzig vom Singen begeisterte Menschen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren zusammengefunden haben“, berichtet Christian Rose.

In Niederlanden Popmusik studiert

Als Solistin konnte er einen echten Profi gewinnen. Über den Ahlener Gospelchor hatte Christian Rose die Sängerin Jeanette Ekua Assiamah kennengelernt und sie nach Menden eingeladen. Die in Dortmund ansässige Sängerin studierte in den Niederlanden Popmusik und Jazzgesang. Als Gesangslehrerin unterstützt sie den Chor.

Nachdem „I’m On My Way“, gespielt auf Piano und Posaune, verklungen war, füllten die ersten Gospelklänge die Kirche. Das Gospel ist eine Weiterentwicklung des Spirituals, welches noch aus der Sklavenzeit stammt. Heute sind Gospel Bestandteil der Gottesdienste afro- amerikanischer Kirchengemeinden und leben von Improvisation.

Refrains sind typisch, während Vorsänger die Themen variieren.

Jeanette Ekua Assiamah brillierte in der St.-Vincenz-Kirche durch ihre hervorragende Stimme als Solistin und Vorsängerin. Vor den Liedern brachte sie die Inhalte der englischen Texte dem Publikum auf Deutsch näher.

Bekannte Titel wie „Go Down Moses“, „Swing Low“ und „Amen“ erklangen.

Publikum singt und klatscht mit

Als dann „Oh Happy Day“ von der Solistin und dem Chor angestimmt wurden, ging das Publikum mit, sang und klatschte im Rhythmus dieses bekannten Gospels. Kaum zu glauben, dass nur wenige Proben hinter dem Chor lagen.

„Wir haben jetzt in Menden neben den bekannten Chören eine neue Formation die allen, die gern singen, offen steht. Sängerinnen und Sänger aus allen Gemeinden sind herzlich willkommen“, sagte Christian Rose, der seit zwanzig Jahren in Menden die St.-Vincenz-Chöre leitet.

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