Google-Spähauto in Menden unterwegs
15.04.2009 | 08:00 Uhr 2009-04-15T08:00:00+0200Menden. Nach den Millionenstädten ist jetzt offensichtlich die Provinz an der Reihe: Im Auftrag des Internetunternehmens Google wird derzeit ganz Deutschland für das Projekt „Street View” mit einer Spezialkamera fotografiert. Jetzt wurde das Google-Fahrzeug in Menden gesichtet.
Ein dunkler Opel Astra mit Hamburger Kennzeichen, auf dem Dach ein Teleskopmast mit Spezialkamera montiert. So sieht das Google-Auto aus, das in Menden entdeckt wurde. Die Fahrzeuge lichten im Auftrag des Suchmaschinen-Betreibers Straßenzüge ab, die später am Computer als 360-Grad-Panoramabilder angeschaut werden können. Dazu sind an den Google-Wagen bis zu elf Kameralinsen angebracht, die die Umgebung von allen Seiten aufnehmen. Aus unzähligen Fotos wird ein riesiges Städtepuzzle zusammengefügt, das per Mausklick erkundet werden kann.
Die Aufnahmen zahlreicher Städte sind bereits im Internet zu sehen, beispielsweise aus den USA, Japan, Kanada, Australien und Neuseeland. Dank modernster Technologie können sich Internet-Nutzer zu Hause am PC genau anschauen, wie es in San Francisco, London oder Amsterdam aussieht — quasi ein virtueller Stadtrundgang.
Autokennzeichen und Gesichter unkenntlich
Bis Bilder aus Menden im Netz zu finden sind, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Seit einem Jahr fotografiert Google in ganz Deutschland, abgeschlossen sind die Aufnahmen aus den Städten Frankfurt/Main, Berlin und München. Doch bevor „Street View” mit deutschen Städten online geht, muss eine Einigung mit Datenschützern erzielt werden. Denn aus deren Sicht hat die schöne virtuelle Welt, die es zu bestaunen gibt, einen gewaltigen Haken: Möglicherweise werden auch Menschen aufgenommen, die davon nichts wissen und damit auch nicht einverstanden wären. So kursieren im Internet mittlerweile etliche Aufnahmen von Menschen, die wohl eher privat unterwegs waren und nicht damit gerechnet haben, von einem der Google-Spähautos erfasst zu werden: beispielsweise beim Verlassen eines Sex-Shops, beim halbnackten Sonnenbaden, beim Urinieren an einer Straßenecke etc.
Bei Problemen Bilder schnell entfernen
Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland, erklärt, dass mittlerweile sowohl Gesichter als auch Autokennzeichen mit Hilfe einer speziellen Software unkenntlich gemacht werden. Doch keine Software funktioniert immer fehlerfrei. Bei vielen Millionen Fotos habe es in Einzelfällen durchaus Probleme gegeben, so Stefan Keuchel. Dann können sich die Nutzer jedoch an Google wenden; das Internetunternehmen will die Bilder zeitnah entfernen.
Keine Einigung gebe es bislang über die Forderung von Datenschützern, auch die Hausnummern unkenntlich zu machen, berichtet Stefan Keuchel. In „Street View” werden, so erläutert der Google-Pressesprecher, ausschließlich jene Aufnahmen gezeigt, die an öffentlichen Orten aufgenommen wurden: „Dabei geht es uns ja nicht um die Menschen, die auf den Fotos sind. Am liebsten wäre es uns, wenn gar keine Menschen erkennbar wären.”
08:11
spätzünder ichhabe den wagen schon letzte woche 2x gesehen
07:56
Der Bahnhof wäre vielleicht schon weg, hätte man die Abwrackprämie auf Gebäude erweitert!
20:09
grundgütiger,
mein erster gedanke, als ich den artikel gelesen habe :hoffentlich sind die nicht am bahnhof vorbeigefahren!!!