Glockenturm für den Hahnenbusch

Präsentieren das Modell des Glockenturms für den Friedhof Am Hahnenbusch (von links):  Pfarrer Hans-Dietmar Daubner, Vera Bathe und  Dieter Becker.
Präsentieren das Modell des Glockenturms für den Friedhof Am Hahnenbusch (von links): Pfarrer Hans-Dietmar Daubner, Vera Bathe und Dieter Becker.
Foto: WP

Menden..  Als Modell existiert der Glockenturm für den evangelischen Friedhof Am Hahnenbusch bereits. Das Original soll am Ewigkeitssonntag erstmals erklingen. Die evangelische Kirchengemeinde Menden erfüllt sich damit einen lang gehegten Wunsch.

Immer wieder sei ein solcher Turm in den vergangenen Jahren thematisiert worden, berichtet Presbyteriumsvorsitzender Dieter Becker, zugleich Vorsitzender des Friedhofsausschusses der Gemeinde. „Aber es fehlte das Geld“, blickt er zurück. Auch jetzt müsse der Bau zum Teil über Spenden finanziert werden. „Aber wenn wir es jetzt nicht wagen, dann wohl nie.“ Etwa 40 000 Euro sind für den Turm veranschlagt. 28 000 Euro stehen aus Rücklagen zur Verfügung, 12 000 Euro müssen durch Spenden aufgebracht werden.

Die Bronzeglocke hoch oben im Holzturm soll künftig zu Beerdigungen läuten. Das hatten Trauergäste als Geleit von der Kapelle zur Grabstätte in der Vergangenheit immer wieder vermisst. Ist auf dem evangelischen Friedhof am Wietholz die Glocke der nahen Erlöserkirche zu hören, reicht der Klang der Heilig-Geist-Kirchenglocken nicht bis zum Hahnenbusch hinauf.

Schlichter Holzturm

Der Friedhofsausschuss hatte sich zuvor verschiedene Glockentürme angeschaut. Schnell stand fest, dass keinesfalls Beton verwendet werden solle. „Der Turm muss in die Baumlandschaft passen und zur Kapelle“, erläutert Pfarrerin Dorothea Goudefroy. Die Wahl fiel schließlich auf einen Entwurf des Mendener Architekten Anselm Vedder – ein schlichter Holzturm, der vor der Friedhofskapelle zwischen den Bäumen errichtet werden soll.

Auch die Bronzeglocke, die ganz oben im Turm ihren Platz finden wird, schafft die Gemeinde eigens an. Sie soll bei der traditionsreichen Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn in Hessen in Auftrag gegeben werden. Und auch daran wurde bei den Planungen gedacht: Der Ton der neuen Glocke soll auf den der Glocken von St. Marien abgestimmt werden. „Die sind nämlich auf dem Friedhof zu hören“, erklärt Pfarrerin Goudefroy.

Läuft alles nach Plan, könnte der neue Turm bis zum Ewigkeitssonntag, 22. November, auf dem Friedhof gebaut werden. Bei der Andacht um 15 Uhr sollen die Glocken erstmals erklingen.