GigA 46 begrüßt Naturpark-Pläne für Menden

Menden..  Die Gruppeninitiative gegen den Bau der A 46 (GigA 46) begrüßt, dass Menden mit der Hälfte seiner Fläche Teil des Naturparks „Sauerland-Rothaargebirge“ wird.

Lothar Kemmerzell und Stefan Neuhaus, Sprecher der GigA, blicken auf den derzeitigen Stand der Autobahn. Planungen: „Menden ist die Stadt, die vom nach wie vor geplanten Bau der A 46 am meisten betroffen sein wird. Große Teile des Stadtgebietes werden von der Autobahn zerschnitten, Menden und Lendringsen werden durch eine Autobahnbrücke über der Horlecke getrennt.“

Die Beteiligung am neuen Naturpark Sauerland-Rothaargebirge sei dagegen ein deutliches Zeichen für „den Erhalt der ökologisch höchst wertvollen und natürlichen Landschaft in Menden und darüber hinaus auch in Richtung Hemer und Wickede“.

Besondere Naturschutzgebiete

Zusammen mit dem Naherholungsgebiet Waldemei, den Naturschutzgebieten „Am Stein“ und „Kapellenberg“ sowie dem europäischen Schutzgebiet „Luerwald und Bieberbach“ könne Menden damit mit einer ökologischen Qualität wuchern, nach denen sich andere Regionen die Finger leckten. „Nicht umsonst plant die Mendener Verwaltung, den Bereich des sanften Tourismus’ auszuweiten“, sagen Stefan Neuhaus und Lothar Kemmerzell.

Eine Autobahn A 46 passe da nicht hinein. „Mit der ist man vermeintlich ein paar Minuten schneller in der Natur. Das Problem ist nur: Durch die Betonierung und Zerschneidung der Landschaft ist die Natur dann nicht mehr da“, so die GigA 46.

Schon die Umweltverträglichkeitsstudie von 2009 habe festgestellt, dass die Beeinträchtigungen durch eine A 46 auf Schutzgebiete und Biotope sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt erheblich sein würden. Damit sei laut Initiative klar: „Eine umwelt- und damit auch menschenverträgliche Trasse der Autobahn durch Menden gibt es nicht.“ Zurzeit werde die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans diskutiert. Die GigA 46 fordert, „dass dabei die A 46 nach über 40 Jahren endlich zu den Akten gelegt wird“.