Gewerkschaft warnt vor Trickserei

Menden..  Nicht in die „8,50-Euro-Arbeitsvertragsfalle“ tappen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt Beschäftigte aus Menden, beim Abschluss neuer Arbeitsverträge genau aufzupassen: „Wenn der Chef einen neuen Arbeitsvertrag vorlegt und dabei auf den neuen Stundenlohn von 8,50 Euro verweist, ist Vorsicht geboten“, sagt Helge Adolphs. Der Geschäftsführer der für Menden und Umgebung zuständigen NGG-Region Südwestfalen befürchtet, dass einige Arbeitgeber die Mehrausgaben beim Lohn jetzt auf die Beschäftigten abwälzen.

Keine Extrazahlungen mehr

„Konkret sieht das dann so aus, dass die Betriebe kein Urlaubsgeld mehr zahlen oder das Weihnachtsgeld streichen. Um das zu erreichen, versuchen sie jetzt, ihren Beschäftigten neue Arbeitsverträge unterzujubeln“, sagt Adolphs. Auch Nachtzuschläge oder Extrazahlungen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen könnten in einem neuen Arbeitsvertrag gestrichen werden. Beschäftigte müssten mit „allerlei Trickserei“ rechnen. Die Gewerkschaft erwarte, dass etliche Beschäftigte aufgefordert werden, neue Arbeitsverträge zu unterschreiben. Die NGG Südwestfalen rät allen Betroffenen, sich vorher beraten und den neuen Arbeitsvertrag genau prüfen zu lassen. „Wer vorher nur acht Euro pro Stunde verdient hat, bekommt seit Januar 8,50 Euro. Wegen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns braucht keiner einen neuen Arbeitsvertrag“, so Adolphs.