Geschichte erlebbar machen
08.02.2012 | 20:18 Uhr 2012-02-08T20:18:00+0100
Menden.100 Jahre Museumsverein Menden – das wird das ganze Jahr lang unter dem Motto „Wir machen Geschichte erlebbar“ gefeiert. Jetzt wurde das Programm für das Jubiläumsjahr vorgestellt.
Streng genommen sind es „zwei verschiedene Paar Schuhe“: Hier der Museumsverein Menden, dort das Museum Menden, das der Stadt gehört. Aber gestern wurde deutlich, dass es sich vielmehr um zwei Seiten einer Medaille handelt. Als am 21. November 1912 Friedrich Glunz, Bürgermeister Dr. Ernst Overhues und weitere Mendener Persönlichkeiten den Museumsverein aus der Taufe hoben, da war es auch ganz ausdrückliches Ziel: Ein Heimatmuseum sollte gegründet werden.
An dieser Grundausrichtung hat sich nichts geändert. Das Museum im alten Biggelebenhaus gehört zwar seit 1967 der Stadt, aber ohne den rund 230 Mitglieder zählenden Museumsverein wäre es nicht denkbar. „Ich habe ja nur einen ganz kleinen Etat“, so Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. „Anschaffungen oder Restaurierungsarbeiten wären ohne den Museumsverein überhaupt nicht denkbar.“ Mitglieder unterstützen das Museum aber auch personell, etwa bei Aufsichten.
Ein dickes Lob vom Museumsvereinsvorsitzenden Rudolf Düppe und Schriftführer Erwin Kress kam aber auch zurück in Richtung Jutta Törnig-Struck: „Sie hat in den vergangenen Jahren das Museum erst zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Haus mit einer moderner Ausrichtung.“
Und tatsächlich verzeichnet das Mendener Museum höhere Besucherzahlen als Einrichtungen vergleichbarer Größe. Woran liegt es? „Ausstellungen wie ‘Hümmelken und Flotte Lotte’, ‘Kinderleben früher’ oder ‘ Liebe an Hönne und Ruhr’ sind lebensnah“, sagt Jutta Törnig Struck.
In diesem Geist soll auch das Jubiläumsjahr gestaltet werden: Geschichte soll erlebbar gemacht werden. Etwa mit einem Stadtspaziergang oder mit einem Schülerwettbewerb, zu dem es bereits die ersten Anmeldungen gibt (vollständiges Programm siehe Kasten). Es soll ein Programm werden, an dem alle Mendener „ihr“ Museum feiern und erleben können. Denn die enge Verbundenheit gibt es vom ersten Tag, als die Bürger von den Gründern aufgerufen wurden, Sammlerstück für das neue Museum zu spenden. Das geschieht bis heute noch, immer wieder kommen neue Stücke hinzu. Jutta Törnig-Struck: „Wir sind ein Museum, das sich die Mendener selbst zusammenstellen.“
Das Programm
1. Dienstag, 28. Februar, 19 Uhr, Alter Ratssaal: Jahreshauptversammlung mit Vortrag von Alfred Witzel: „Geometrie und Kunst – Hilfsmittel in der Malerei großer Meister“.
2. Samstag, 10. März, 11 Uhr, Museum: Eröffnung der Ausstellung „Osterzeit – Von Ostereiern, Hasen und alten Bräuchen“, eine Sammlung von Monika Lennartz, (läuft bis 27. April).
3. Samstag, 31. März, 8 Uhr: Tagesfahrt zur Franziskusausstellung ins Diözesanmuseum Paderborn. Anmeldung im Museum.
4. Samstag, 2. Juni, und Samstag, 1. September, 9.30 Uhr : Kulturgüter in Menden und Wocklum (Tagesfahrt zu drei Gotteshäusern in Menden und Abschluss in der Luisenhütte). Anmeldung im Museum.
5. Freitag, 22. Juni, 18 Uhr, Treffpunkt Museum: „Wir machen Mendener Geschichte lebendig“-- Spaziergang durch das vergangene Jahrhundert.
6. Freitag, 28. September, 18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung: „Alles Gute zum Geburtstag! – Das Mendener Museum wird 100“. Ausstellung bis 29. Dezember.
7. Samstag, 10. November, 11 Uhr, Sparkasse: „Wir machen Geschichte erlebbar“: Ausstellung von Schülerarbeiten als Gemeinschaftsprojekt des Museumsvereins mit Mendener Schulen – läuft bis 24. November.
8. Samstag, 24. November, 11 Uhr, Alter Ratssaal: Festakt – 100 Jahre Museum und Museumsverein, mit Festvortrag des Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Reiner Feldmann.
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